Politik: Horst Seehofer ist der eSport-Minister in Deutschland

André Linken

Welche Politiker ist in Deutschland eigentlich für den Bereich eSport zuständig? Die Antwort darauf dürfte dich vielleicht etwas überraschend.

Die aktuell regierenden Partien CDU/CSU und SPD haben sich bereits vor einiger Zeit auf einige Initiativen geeinigt, die allesamt mehr oder weniger direkte Auswirkungen auf die deutsche Spielebranche haben werden. Dazu zählt unter anderem die Einführung einer bundesweit geltenden Spiele-Entwicklungs-Förderung. Doch auch die Anerkennung von eSport als eigene Sportart steht auf dem Programm. Allerdings stellt sich die Frage, welches Ministerium eigentlich dafür zuständig ist.

Hier ein Video zur Geschichte des eSport.

GIGA Glorious: Die Geschichte des E-Sports.

Das haben sich auch die Politiker der Partei „Die Grünen“ gefragt und wollten die Lage mithilfe einer „kleinen Anfrage“ klären – mit Erfolg. Wie mittlerweile bekannt ist, fallen die besagten Gaming-Angelegenheiten in den Aufgabenbereich des Bundesinnenministeriums. Somit ist der CSU-Politiker quasi der eSport-Minister in Deutschland.

Allerdings gab es bereits eine nicht zu verachtende Einschränkung bei der Anerkennung von eSport als eigenständige Sportart. So sei nämlich die Auswahl der infrage kommenden Spiele nach Auffassung der deutschen Regierungspolitiker stark eingeschränkt – und zwar auf Spiele mit einem direkten Sportbezug. Dazu zählen unter anderem FIFA 19 oder NBA 2K19. Die eSport-Größen wie League of Legends oder Dota 2 würden dabei aus dem Raster fallen.

Diese Bilder zeigen, dass beim eSport auch mal lustig zugehen kann.

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eSport: Politiker fordert „Ausradierung“ des Begriffs

Diese Einschränkung steht derzeit heftig in der Kritik. Unter anderem betonte Hans Jagnow vom eSport-Bund Deutschland, dass sie einen „deutlichen Rückschritt gegenüber den Ankündigungen des Koalitionsvertrages“ darstelle. Allerdings bleibt noch abzuwarten, in welcher Form die Gaming-Initiativen letztendlich umgesetzt werden.

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