Sci-Fi wird Wirklichkeit: 3 Menschen spielen Tetris über eine telepathische Verbindung

Marina Hänsel 2

Wissenschaftlern ist es gelungen, über Gehirnwellen lesende Hauben das Bewusstsein mehrerer Menschen zu verbinden – und was damit machen? Natürlich Tetris spielen. Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert.

Nicht ganz so krass, aber krass genug: Nach diesem Tetris sollst du die bunten Figuren noch Minuten nach dem Spiel in der Realität sehen. Nüchtern, natürlich:

Tetris Effect – Ankündigungs-Trailer.

Erst kürzlich haben ich und meine Kollegen von GIGA Games über die Zukunft des Gamings gesprochen. Handschuhe, mit denen wir Figuren steuern? VR-Brillen, die bezahlbar sind? Spiele-Streaming? Alles von gestern, wie es aussieht,. Denn inzwischen haben es Wissenschaftler geschafft, die Gehirne mehrere Menschen zu verknüpfen – also, eine telepathische Verbindung zu erschaffen. Genannt wird das BBI, ein Brain-to-Brain Interface:

Wir präsentieren BrainNet, dass, unseres Wissens, die erste multi-Personen nicht-invasive direkte Gehirn-zu-Gehirn-Verbindung für gemeinschaftliches Problemlösen ist.

Was genau ist also passiert? Wie RockPaperShotgun ausführt, konnten zwei Tetris-spielende Personen während eines Experiments der Universität in Washington Seattle einen Gedanken an eine dritte Person weitergeben: Einzig ihre Gehirne waren mit den grauen Zellen des Dritten verbunden, der nach einer kleinen Weile den Tetris-Block sehen konnte. Ohne selbst zu spielen.

Das Ganze dauerte eine Weile und ein Spiel zusammen oder gegeneinander war noch nicht möglich, aber dennoch: Telepathie. Ist möglich. Ich bin sicher, als du heute die heiligen Räumlichkeiten deines Schlafzimmers verlassen hast, wärst du nicht auf den Gedanken gekommen. Außer natürlich, jemand hätte ihn dir heimlich gesendet …

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Werden wir alle bald in ein internationales Schwarmdenken eintauchen?

So schnell geht es nun wieder auch nicht. Was mich sofort an Star Trek, Star Wars, X-Men oder jegliche andere Sci-Fi-Geschichten denken lässt, hat gerade einmal den ersten Schritt gemacht: Im Experiment funktionierte die telepathische Verbindung nur in eine Richtung. Und in einem weiteren Testlauf, bei dem einer der beiden Überträger falsche Informationen senden sollte, konnte der dritte nur zu 81,25% den Richtigen vom Falschen unterscheiden.

Nichtsdestotrotz: Das ist viel, und ich kann gerade gar nicht alle Ideen hier her kritzeln, die mir durch den Kopf gehen: Telepathische Lügendetektoren? Online-Gaming mit dem Kopf? Computer-Bedienung mit Gedankenverbindung? Das Skype von Morgen?

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Die Arbeit an den BBis (Gehirn zu Gehirn-Verbindung) hat nicht nur das Potential, neue Wege menschlicherer Kommunikation und Zusammenarbeit zu eben, sondern verschafft uns auch ein tieferes Verständnis hinsichtlich des menschlichen Gehirns.

Ob die telepathische Macht sehr bald mit uns sein wird, und wie die schließlich aussieht, bleibt wohl noch eine Weile offen – nur so viel: Sollten wir tatsächlich je Gedanken übertragen können, und das auf eine schnellere und direktere Art, als im Experiment, wird sich die Art, wie wir leben, wohl markant verändern.

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