Videospielsucht: Laut WHO ab sofort eine offizielle Krankheit

André Linken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Computer-Spielesucht jetzt offiziell als Krankheit kategorisiert.

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Es hatte sich gegen Ende des vergangenen Jahres bereits angedeutet, vor kurzem wurde es beschlossen: Die WHO nimmt Computer- und Online-Spielesucht (Gaming Disorder) in den neuen Katalog der offiziellen Krankheiten (ICD-11) auf. Die nächste Ausgabe des besagten Katalogs soll am 18. Juni erscheinen und steht vor allem Ärzten bei der Diagnose und Behandlung zur Verfügung.

Demnach gebe es vor allem drei Kriterien, anhand derer Ärzte eine entsprechende Sucht diagnostizieren können. Dazu gehöre unter anderem die fehlende Kontrolle bei der Dauer und Häufigkeit des Spielens. Hinzu komme die erhöhte Priorität des Spielens gegenüber anderen Aktivitäten sowie die Fortsetzung des Spielens trotz negativer Konsequenzen.

Allerdings wird die Aufnahme von Gaming Disorder in den Katalog ICD-11 von einigen Experten durchaus kritisch gesehen. So meldete unter anderem der Psychologe Andy Przybylski von der Universität Oxford seine Bedenken an, dass eine solche Diagnose missbraucht werden könnte. Vielmehr sei in den meisten Fällen zu untersuchen, ob nicht eher grundlegende Probleme wie zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen zum verstärkten Spielekonsum führen würden.

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Prinzipiell ist die Aufnahme von Computer- und Online-Spielesucht in den besagten Katalog nicht mehr aufzuhalten. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob und in welcher Weise die Kritiken von Experten weltweit Gehör finden werden und es eventuell noch Anpassungen geben könnte.

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