Was ist ein WLAN-Hotspot – und wie nutzt man ihn?

Marco Kratzenberg 1

Prinzipiell ist ein WLAN-Hotspot ein stationärer Zugangspunkt für’s Internet. Worin er sich von eurem WLAN zuhause unterscheidet, wie ihr ihn findet und worauf ihr bei der Verwendung achten solltet, erklären wir euch hier.

Zuallererst wollen wir eine Warnung aussprechen, was die Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots angeht. Was ist ein Hotspot anderes, als ein öffentlich nutzbarer Zugangspunkt ins Internet, den jemand anderes unter Kontrolle hat? Und da liegt das Problem. Ihr wisst nicht, was mit den Daten geschieht, die von euch und zu euch über so einen Hotspot laufen. Dem Datendiebstahl werden Tür und Tor geöffnet.

Aus diesem Grund solltet ihr nicht einfach jeden verfügbaren WLAN-Hotspot nutzen. Außerdem empfiehlt es sich, keinerlei Datenverkehr über einen freien Hotspot zu senden und zu empfangen, der Benutzernamen und Passwörter erfordert – also sowieso keine Bankgeschäfte, aber besser auch keine E-Mails abholen oder bei Facebook nachgucken.

Ihr könnt in Windows selbst einen Hotspot einrichten, um andere an eurer Internetleitung teilhaben zu lassen. Unser Video erklärt euch, wie das geht:

Windows 10: Hotspot einrichten – Anleitung.

Was ist ein Hotspot?

Der Unterschied zwischen einem Hotspot und einem privaten WLAN-Zugang liegt in der Zielgruppe. Während eure privaten Wifi-Zugänge nur von der Familie und vielleicht noch Gästen genutzt werden, sind Hotspots von vornherein auf eine öffentliche Nutzung angelegt. Und auch da muss noch einmal unterschieden werden zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen sowie zwischen offenen und gesicherten WLAN-Hotspots.

Im gesamten Bundesgebiet gibt es an prominenten Punkten Telekom-Hotspots. Unter bestimmten Voraussetzungen können Telekom-Kunden sich dort einloggen. Dazu müssen die Kunden bestimmte Verträge abgeschlossen haben oder an WLAN to go teilnehmen. Andere Nutzer erhalten in der Regel keinen Internetzugang über diese Hotspots.

Eine andere Sorte von WLAN-Hotspots findet sich in vielen Cafés oder auch beim Fastfood-Unternehmen McDonald’s. In fast all seinen Restaurants bietet die Burgerbude den Kunden einen kostenlosen Internetzugang an. Diese McD-Hotspots sind 3 Stunden pro Tag frei nutzbar. In Cafés gibt es üblicherweise gar keine Zeitbeschränkung. Während ihr bei McDonald’s-Hotspots kein spezielles Passwort braucht, müsst ihr dieses in anderen Restaurants oder Cafés manchmal beim Personal erfragen.

Und dann gibt es noch völlig frei nutzbare Hotspots, wie etwa im Netz von Freifunk. Dieses Netz gestattet jedem den freien und ungehinderten Zugang, ohne Kontrollen oder Sperren. Es basiert im Wesentlichen auf einer freiwilligen Community, in der viele Privatpersonen einen Teil ihrer Zugangsbandbreite mit der Öffentlichkeit teilen. Besonders aktiv wurde die Community bei der freien Versorgung der Flüchtlinge, denen so eine Möglichkeit gegeben wird, mit ihrer Familie in Verbindung zu bleiben.

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Private WLAN-Hotspots und Probleme

Das größte Problem dieser Hotspots ist die sogenannte Störerhaftung. 2016 wurde durch die Bundesregierung endlich beschlossen, die Störerhaftung abzuschaffen. Aber auch heute noch gibt es Probleme, wenn eine Privatperson einfach beschließt, sein Netz auch vorbeigehenden Passanten zur Verfügung zu stellen. Denn die Erweiterung des „Providerprivilegs“ betrifft nur Kleingewerbetreibende. Ein Café ist nicht verantwortlich für den Datenverkehr seiner Gäste. Ein Privatmann schon.

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das: Stellt man seinen kabellosen Internetzugang der Öffentlichkeit zur Verfügung, ohne eine eindeutige Nutzeridentifizierung zu verlangen und zu prüfen, dann ist man für sämtliche Gesetzesverstöße dieser Nutzer verantwortlich. Werden über diesen Anschluss von völlig Fremden Raubkopien gesaugt oder angeboten, dann halten sich die Rechteinhaber beim Anschlussinhaber schadlos. Unter diesen Voraussetzungen kann einem schon der Spaß daran vergehen, seinen Anschluss in Form eines WLAN-Hotspots mit anderen zu teilen.

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