Nintendo eShop: Verstoß gegen EU-Recht könnte Konsequenzen haben

André Linken

Nintendo droht derzeit mächtig viel Ärger. Grund dafür ist ein Verstoß gegen geltendes EU-Recht.

Nintendo eShop Indie-Titel.

Im Fokus steht dabei der eShop von Nintendo, bei dem du bekanntlich unter anderem Spiele auf dem digitalen Weg kaufen kannst. Allerdings gibt es dort bisher keine Option, um eine zuvor aufgegebene Vorbestellung wieder abbrechen beziehungsweise widerrufen zu können.

Genau das verstößt jedoch gegen die „Consumer Rights Directive“ der EU und somit gegen die in Europa geltenden gesetzlichen Richtlinien im Verbraucherrecht. Das geht aus einem öffentlichen Schreiben des norwegischen Verbraucherrats hervor, das direkt an Nintendo geschickt wurde – und zwar mitsamt einer Bitte um Aufklärung des Sachverhalts.

Zum Vergleich: Andere Online-Plattformen und Shops dieser Art bieten jeweils eine Option für den Widerruf von Vorbestellungen. Bei Steam, Origin, dem PlayStation Store oder dem Xbox Store reicht meist sogar nur ein einziger Klick, um das in die Wege zu leiten. Bei eShop von Nintendo ist davon jedoch bisher keine Spur zu sehen.

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Ob und in welcher Form Nintendo auf das Schreiben reagiert, bleibt noch abzuwarten. Sollte tatsächlich ein Verstoß gegen EU-Richtlinien vorliegen, müsste der japanische Hersteller im schlimmsten Fall mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

 

 

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