Entwarnung für MacBook-Nutzer: Reparatur des Apple-Notebook doch noch möglich

Thomas Konrad 7

Im aktuellen MacBook Pro – aber auch im iMac Pro – verbaut Apple einen hauseigenen Chip namens T2. Einige Funktionen des „Wunderchips“ sind bereits bekannt. Nun können wir den Katalog um eine sehr brisante „Aufgabe“ erweitern, oder etwa doch  nicht? Eine Korrektur…

Entwarnung für MacBook-Nutzer: Reparatur des Apple-Notebook doch noch möglich
Bildquelle: GIGA.

Update: Ein Testlauf der Hardware-Experten von iFixit.com lässt aufatmen – zumindest für den Moment: Ein neu gekauftes und anschließend zerlegtes MacBook Pro ließ sich auch nach Austausch von Display und Logicboard in vollem Umfang verwenden. Das Fazit der Techniker: Noch hat Apple die Sperre, die Macs mit T2-Chip nach manchen Reparaturen unbrauchbar machen könnte, nicht aktiviert. Die Testsoftware nutze der Hersteller dagegen womöglich für interne Zwecke – beispielsweise um bei weiteren Reparaturen inoffiziell getauschte Hardware zu erkennen.

Quelle: iFixit

MacBook Pro und iMac Pro: Apples T2-Chip verhindert Reparaturen durch Dritte

Im MacBook Pro ist der T2-Chip unter anderem für den Betrieb der Touch Bar und das sichere Speichern des Fingerabdrucks zum Entsperren zuständig. Im iMac Pro soll der Chip für mehr Systemsicherheit sorgen, übernimmt aber auch triviale Aufgaben wie die Leistungsverwaltung der FaceTime-Kamera. Wie das US-Portal Motherboard herausgefunden hat, hat das Bauteil noch eine weitere, ganz spezielle Funktion.

Diese Funktion des T2-Chips ist eigentlich ein Nebeneffekt: Der Chip verhindert bei iMac Pro und MacBook Pro nämlich, dass nicht-autorisierte Werkstätten Reparaturen an den Geräten durchführen können. Der Grund dafür ist simpel: Nach der Reparatur müssen Apples Servicepartner die Systeme mit T2-Chip mithilfe einer spezielle Software-Suite testen. Wenn dies nicht geschieht, lassen sich MacBook Pro und iMac Pro hinterher nicht mehr verwenden. Möglicherweise meint es Apple damit sogar gut.

Mehr über die Touch Bar von Apple erfahrt ihr im Video:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Laut Motherboard soll die Software-Suite am Ende der Reparatur Hard- und Software prüfen und testet dabei unter anderem Kühlung, Display, Arbeitsspeicher und andere Komponenten. Service-Partner müssen die Tests durchführen, wenn beim MacBook Pro Schäden an Display, Logicboard, Top-Case und Touch-ID-Einheit repariert wurden.  Beim iMac Pro dürfen Arbeitsspeicher und Logic Board nicht ohne den Abschlusstest repariert werden. Unabhängige Werkstätten können die Systeme in diesen Fällen nicht reparieren, da sie die notwendige Software nicht besitzen. Was für Apple Qualitätssicherung bei Reparaturen bedeutet, ist für manche Anwender vermutlich ein Ärgernis. Auch für euch?

Quelle: Motherboard via 9to5Mac, Update: ifixit.org

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