Mit dem Nord CE 5G will OnePlus das Alltags-Smartphone auf die Spitze treiben: Alles, was ein Handy wirklich braucht, soll es haben, mehr nicht. Nach den ersten Tagen mit dem OnePlus-Smartphone stelle ich fest: Mission erfolgreich fehlgeschlagen.

 

OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

Facts 

Der perfekte Smartphone-Begleiter für den Alltag, kein unnötiger Schnickschnack, dafür alles an Bord, was man wirklich braucht, zum kleinen Preis – so in etwa hat sich OnePlus das mit dem neuen Nord CE 5G vorgestellt. Geklappt hat das in einigen Aspekten, bei anderen leider nicht. Hier sind meine ersten Eindrücke:

Was das OnePlus Nord CE 5G richtig macht:

  • Starker Akku, schnell geladen: 70 Prozent Akkuladung in nur 30 Minuten sind kein Problem, wie versprochen. In den ersten paar Tagen macht auch die Kapazität von 4.500 mAh einen soliden Eindruck. Wer durchschnittlich viel Zeit am Smartphone verbringt, kommt locker über den Tag – wenn nicht sogar länger.
  • Software und Ausstattung: OxygenOS 11 läuft sauber, flüssig und sieht für meinen Geschmack auch richtig gut aus. Etwas mehr Möglichkeiten zur Personalisierung dürften es hier und da sein. Die Top-Version des Nord CE 5G besticht mit 12 GB RAM und 256 GB internem Speicher. Für den Preis von 399 Euro bleiben kaum Wünsche offen, wenn man Wert auf Leistung legt.
  • Weitgehend saubere Verarbeitung: Grobe Schnitzer sind beim Bau des Nord CE 5G offenbar nicht unterlaufen. Rückseite und Rahmen schließen bündig ab, aber zwischen Display und Rahmen spürt man die Kante ein wenig.
  • Display: 90 Hz machen einen Unterschied. Auch wenn ich kein Mobile-Gamer bin, schon beim ein oder anderen YouTube-Video fällt die flüssige und scharfe Darstellung positiv auf.

Das hätte ich mir vom OnePlus Nord CE 5G gewünscht:

  • Bessere Fotos: Einige Schnappschüsse zeigen, bei der Kamera wäre noch Luft nach oben gewesen. Im Vergleich mit älteren Modellen der gleichen Preisklasse hinkt OnePlus hinterher, leider.
  • Eine hochwertigere Kehrseite: Zugegeben, es ist Geschmacksache, aber ich habe beim Smartphone gerne eine Spur mehr Gewicht in der Hand und ein Gerät aus hochwertigen Materialien mit angenehmer Haptik. Hier muss man beim Nord CE 5G Abstriche machen, die Kunststoffrückseite fällt beim Auspacken unangenehm auf und erspürt sich auch sofort.
  • Ausgewogener Schwerpunkt: Wenn ich das Nord CE 5G einhändig benutze – was ich bei Smartphones wenn möglich meistens tue –, ist es etwas kopflastig. Es fühlt sich an, als könnte das OnePlus gleich aus der Hand fallen. Das ist nicht ungewöhnlich, für mich im Alltag aber ein Störfaktor.
  • Leise Tasten: Leider merkt man den Lautstärke-Tasten und dem Ein-/Aus-Schalter an, dass hier kein High-End-Gerät vor einem liegt. Fühlt sich etwas wackelig an, das Klicken der Tasten kommt mir ungewohnt laut vor, ob mit Hülle oder ohne. Der Funktion tut das aber keinen Abbruch.

Wer mehr will, findet im Portfolio von OnePlus auch Flaggschiff-Modelle wie das OnePlus 9. Mehr zum Smartphone mit Hasselblad-Kamera seht ihr im Video:

OnePlus 9 und 9 Pro vorgestellt

Mein Zwischenfazit zum OnePlus Nord CE 5G

Kurz gesagt erscheint mir das Nord CE 5G solide, aber nicht umwerfend – zumindest von außen. Bei der Vorstellung hat OnePlus auf Akku, Display und Kamera großen Wert gelegt. Die beiden ersteren können zunächst überzeugen, letztere schon auf den ersten Blick nicht. Ein tolles Alltags-Handy hat man so in zweierlei Hinsicht geliefert, in anderer nicht.

Hardware-Ausstattung und das flüssige Android-basierte Betriebssystem machen hingegen einen guten Eindruck und lassen auf mehr hoffen. Ob sich dieser Eindruck bestätigt, muss sich in unserem Erfahrungsbericht zeigen.