Internet für Zuhause gibt es heute längst nicht mehr nur über die Telefonleitung. DSL, VDSL, Kabel, Glasfaser, Mobilfunk oder sogar per Satellit – alles ist möglich. Glaubt man der Telekom, ist die Glasfaser überlegen. Vodafone soll da mit Internet per TV-Kabel keine Chance haben.

 
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Gigabit-Geschwindigkeit ist aktuell der Goldstandard im Festnetz-Internet. Wer bereits einen reinen Glasfaser-Anschluss (FTTH) nutzen kann, kommt so schnell ins Internet wie kein anderer – oder zumindest fast. Denn im Internet surfen mit 1 GBit/s, das bietet beispielsweise auch Vodafone per Kabel. Bei der Telekom sieht man sich trotzdem klar im Vorteil.

Telekom: Internet per Fernseh-Kabel ist limitiert

„Die Kabelnetzbetreiber haben zwei Limitierungen“, wie Ralph Leppla Network Innovation Center der Telekom in einem Video des Unternehmens erklärt (Quelle: Telekom). „Die fehlende Glasfaser in der letzten Meile und das hohe Splitting-Verhältnis.“ Soll heißen: Die mögliche Geschwindigkeit leidet unter langsamer Hausanschlüssen und, weil sich schlimmstenfalls bis zu 200 Kunden die Bandbreite teilen müssten. Damit richtet man sich zwar nicht direkt an Vodafone, aber als größter Kabelnetzbetreiber Deutschlands ist die Spitze deutlich ausgerichtet.

Bei der Telekom laufe es anders. Zum einen, weil man auf FTTH-Anschlüsse setze und damit schnelle Glasfaserleitungen bis ins Haus oder sogar in einzelne Wohneinheiten lege. Zum anderen würden die Bandbreite auf maximal 32 Kundenanschlüsse verteilt.

Während man im Kabelnetz inzwischen immer öfter auf den neuen Anschlussstandard Docsis 3.1 umrüstet und Docsis 4.0 (mit bis zu 10 GBit/s) in Planung sei, heißt der nächste Schritt der Telekom XGS-PON. Auch damit will man 10 GBit/s in beide Richtungen ermöglichen. Bei der Frage der Konkurrenz ist sich Telekom-Technikprofi Leppla sicher, man könne mithalten „und sogar noch mehr als das“. Perspektivisch sollen im Glasfasernetz mit bis zu 50 GBit/s Daten verschickt werden.

Ob per Kabel oder Glasfaser, schnelles Internet braucht ein gutes WLAN-Netz. Worauf ihr achten müsst, zeigt unser Video:

Wie funktioniert WLAN und wie kann ich meins optimieren? – TECHfacts #1 Abonniere uns
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Internet-Provider: Wer nicht liefert, muss mit Einbußen rechnen

Ob nun Kabelnetzbetreiber wie Vodafone oder Unternehmen wie die Telekom, die verstärkt auf Glasfaser setzen, das Rennen machen, muss sich zeigen. Kunden können aber in jedem Fall leicht nachprüfen, ob ihr Provider hält, was er verspricht. Ab 1. Dezember könnt ihr, wenn es nicht so ist, eure monatlichen Zahlungen mindern oder habt sogar die Möglichkeit zur Sonderkündigung.