In Apples Entwicklungsumgebung XCode wurden zuletzt handfeste Hinweise für einen neuen Mac entdeckt. Mit ziemlicher Sicherheit dürfte der dann der letzte seiner Art werden – danach ist Schluss. Was kommt da von Apple?

 

Mac Pro (2019)

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Mac Pro (2019)

Eigentlich war die Sache klar: Fortan gibt's nur noch neue Macs mit Apples hauseigenem Prozessor. Den Anfang machten MacBook Air, MacBook Pro (13 Zoll) und der Mac mini. Zuletzt gesellte sich der neue iMac 2021 hinzu, bald schon können wir uns auch über ein neues MacBook Pro (14 und 16 Zoll) freuen. Für Intel-Chips ist da kein Platz mehr, oder?

Apples Mac Pro noch mal mit Intel-Prozessor

Da haben wir uns wohl getäuscht, denn die jüngste Entdeckung in der Beta von Xcode 13 impliziert doch tatsächlich die Existenz eines neuen Macs mit einem bisher von Apple noch nicht verwendeten Intel-Prozessor. Konkret gefunden wurden eindeutige Hinweise auf den „Xeon Ice Lake SP“, den Intel erst im April vorstellte. Der bestinformierte Apple-Insider Mark Gurman von Bloomberg weiß noch mehr.

Er ordnet den Fund einem neuen Mac Pro zu, genauer gesagt einem Update des aktuellen Modells. Dieses wird also tatsächlich noch erscheinen, bevor Apple den großen Mac Pro mit eigenen Chips irgendwann mal ausstattet. Damit dürfte es der letzte seiner Art sein, weitere neue Macs mit Intel-Chip werden nicht mehr erwartet. Doch wie passt dies überhaupt zusammen, wollte Apple nicht generell bis nächstes Jahr komplett auf Intel verzichten?

Zweiter Profi-Mac mit Apple-Chip in Planung

Allem Anschein nach will Apple auf bestimmte Zeit beim Mac Pro zweigleisig fahren. Bereits im Januar berichtete Gurman über die geheimen Pläne. Demnach arbeitet der iPhone-Hersteller an zwei Modellen. Der bekannte Tower-Rechner wird, wie jetzt mehr oder weniger bestätigt, zunächst weiterhin einen Intel-Prozessor besitzen. Ein zweites Modell könnte dem einstigen Cube ähneln und setzt voll und ganz auf Apples eigene Chips. Dort zum Einsatz käme dann einer der Nachfolger des gegenwärtigen M1. Apples künftige Chips werden nochmals leistungsfähiger sein, gemunkelt wird über 20 oder gar 40 Rechenkerne und 64 beziehungsweise 128 Grafikkerne.

Was sah gleich noch der Apple Cube aus? In diesem Video sehen wir den einstigen, revolutionären Rechner:

Apples Informationsvideo zum Power Mac G4 Cube (Jahr 2000)

Wer dann allerdings auf interne Erweiterungen angewiesen ist, der muss wohl für begrenzte Zeit in Zukunft noch immer auf einen Mac Pro mit Intel-Chip zurückgreifen. Doch irgendwann gehen auch für den letzten Intel-Mac dann mal die Lichter aus. Wann dies sein wird? Dies weiß nur Apple.