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Apple im Visier: iPhone-Hersteller muss mit dem Schlimmsten rechnen

Apple wird verklagt. (© GIGA)
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Nicht nur in Europa sieht sich Apple im Visier der Wettbewerbshüter. Auch im Heimatmarkt des iPhone-Herstellers ziehen die jetzt ins Gefecht und reichen final Klage ein. Geschockt von den aktuellen Entwicklungen gibt Apple ein Statement ab. Ob das hilft?

Jahre hat es gedauert, um Beweise zu sammeln, doch nun erhebt die US-Regierung final Klage gegen Apple wegen unfairen Wettbewerbs. Schon in Europa musste sich Apple jüngst geschlagen geben und entsprechende Anpassungen mit iOS 17.4 vornehmen. So steht es Nutzerinnen und Nutzern in der EU ab sofort frei, beispielsweise alternative App Stores und Zahlungsdienste beim iPhone zu verwenden.

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USA vs. Apple: Jetzt wird es ernst

In den USA bliebt Apple davon bisher verschont. Sollte die Klage des US-Justizministeriums jedoch Erfolg haben, könnten Apple ähnliche Maßnahmen in den USA drohen. Eventuell drohen aber Apple noch größere Schwierigkeiten, doch darüber lässt sich momentan nur spekulieren. Fakt ist, dass die Klage in mehreren Punkten Apple ein wettbewerbsverzerrendes Tun unterstellt (Quelle: US-Justizministerium). Demnach soll Apple Wettbewerbern den Zugang zu Hardware- und Softwaremerkmalen seiner Geräte verweigert haben und eigene Angebote stattdessen begünstigen.

Nur einige der Vorwürfe aus der Klageschrift kurz umrissen:

  • Blockierung innovativer sogenannter „Super-Apps“. Hier geht es darum, dass Apple Apps, die den Plattformwechsel erleichtern würden, entsprechend behindert.
  • Unterdrückung von mobilen Cloud-Streaming-Diensten.
  • Ausschluss von plattformübergreifenden Messaging-Apps – Apples iMessage steht hier im Visier.
  • Einschränkung der Funktionalität von Smartwatches von Drittanbietern.
  • Einschränkung der digitalen Geldbörsen von Drittanbietern.
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Ferner wird Apple wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen in den Punkten „Webbrowser, Videokommunikation, Nachrichtenabonnements, Unterhaltung, Kfz-Dienste, Werbung, Standortdienste und mehr“, so das Justizministerium der USA in seinen Äußerungen.

Die Anschuldigung an Apple lautet, dass man durch dieses rechtswidrige Tun höhere Preise von den Verbrauchern verlangen konnte, Entwickler und Urheber mussten höhere Gebühren akzeptieren und wettbewerbsfähige Alternativen von konkurrierenden Technologien hatten keine Chance.

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Apple hat etwas dagegen

Apple möchte dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen und widerspricht der Klage entschieden. In einem Statement an die Kollegen von MacRumors schreibt der Hersteller:

„Bei Apple arbeiten wir jeden Tag an Innovationen, um Technologien zu entwickeln, die die Menschen lieben - wir entwickeln Produkte, die nahtlos zusammenarbeiten, die die Privatsphäre und die Sicherheit der Menschen schützen und unseren Nutzern ein magisches Erlebnis bieten.

Diese Klage bedroht das, was uns ausmacht, und die Prinzipien, die Apple-Produkte in einem hart umkämpften Markt auszeichnen. Sollte die Klage Erfolg haben, würde sie uns daran hindern, die Art von Technologie zu entwickeln, die die Menschen von Apple erwarten – eine Technologie, bei der Hardware, Software und Dienstleistungen ineinandergreifen.

Es wäre auch ein gefährlicher Präzedenzfall, der es der Regierung ermöglichen würde, mit harter Hand in die Gestaltung der Technologie der Menschen einzugreifen. Wir sind der Meinung, dass diese Klage faktisch und rechtlich falsch ist, und wir werden uns energisch dagegen wehren.“

Ob die Klage letztlich von Erfolg gekrönt sein wird, werden die nächsten Monate und vielleicht gar Jahre zeigen. Gewöhnlich dürfte eine Entscheidung des Gerichts viel Zeit in Anspruch nehmen und letztlich auch nicht unwidersprochen bleiben.

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