Die EU könnte nach dem Entscheid über einheitliche Ladegeräte nun offenbar einen weiteren wunden Punkt rund um Apples Smartphone treffen. Auch hier gehts wieder mal um die Stromversorgung.

iPhone mit austauschbarem Akku: Berichte über geplante EU-Vorhaben

Nachdem sich das EU-Parlament bereits dazu entschlossen hat, sich um die Ladegeräte zu kümmern, könnte der Sturm auf die Stromversorgung des iPhone in Zukunft weitergehen. Wie TechRadar, verlinkt durch 9to5Mac, meldet, geht es nun um das Verlangen, austauschbare Akkus in Smartphones wiederauferstehen zu lassen. Die niederländische Zeitung Het Financieele Dagblad will entsprechende Dokumente gesehen haben, die dies belegen sollen aber bislang noch nicht öffentlich verfügbar sind. Die Vorstellung der Pläne durch Frans Timmermans, Vizepräsident und Kommissar für Klimaschutz bei der Europäischen Kommission, sei derzeit für Mitte März geplant.

Durch Akkus, die sich von den Besitzern leicht austauschen lassen, erhofft man sich eine Reduzierung des Elektromülls. Der Gedanke ist, dass Besitzer im Fall eines maroden Akkus nicht etwa ein neues Smartphone kaufen, sondern einfach einen Deckel öffnen und einen neuen Energiespender einlegen; so wie es vor Zeiten des iPhone noch der Fall war. Apple bietet in seinen Stores und bei vielen autorisierten Händlern schon heute den Austausch des Akkus an. Dies kostet bei Apple je nach Modell zwischen 55 und 75 Euro.

Seit dem ersten iPhone wird Apples Smartphone mit einem integrierten Akku ausgeliefert – auch beim iPhone 11 ist dies weiterhin der Fall:

Das iPhone 11 im Hands-On.

Smartphones in Zukunft wieder mit leicht austauschbarem Akku?

Sollte eine entsprechende Richtlinie in Europa greifen, wäre aber nicht nur Apple, sondern auch alle anderen Smartphone-Hersteller davon betroffen. Die hierfür notwendigen Designänderungen an den Gehäusen könnten außerdem dafür sorgen, dass der in den letzten Jahre immer üblicher gewordene Schutz gegen eindringende Flüssigkeiten wieder zurückgefahren werden muss.

Neue Smartphones, deren Vorstellung noch für dieses Jahr geplant ist, dürften aufgrund der üblicherweise langsamen Fortschritte bei derartigen Richtlinien nicht betroffen sein. Hinzu kommen mögliche Verzögerungen durch die Kritik aus der gesamten Smartphone-Branche, welche sich vermutlich gegen derartige Vorschriften wehren wird.