Schenkt man einem aktuellen Bericht Glauben, könnte Apple mit iOS 14 eine große Änderung vornehmen, die sich viele Nutzer bereits seit Jahren wünschen.

iOS 14: Freie Auswahl von Standard-Apps steht angeblich zur Debatte

Seit der Vorstellung des App Stores im Jahr 2008 erlaubt Apple zwar Apps, die den vorinstallierten Anwendungen Konkurrenz machen dürfen. Dazu gehören beispielsweise Browser, E-Mail-Apps oder auch Streaming-Dienste. Doch eine freie Wahl, welche App auf dem iPhone oder iPad standardmäßig zum Surfen im Web oder Verfassen von Mails verwendet wird, gibt es bislang nicht.

Genau dies könnte sich nun in iOS 14 ändern, wenn die Quellen von Bloombergs Mark Gurman Recht haben sollten. In einem aktuellen Bericht schreibt Gurman, dass Apple derzeit darüber nachdenkt, Apps wie Chrome, Firefox, Gmail oder Outlook die Vorfahrt auf den iOS-Geräten zu gewähren.

Während einige Entwickler in den Einstellungen ihrer Apps die Konfiguration des bevorzugten Browsers oder E-Mail-Clients erlauben, führt systemweit bislang kein Weg an Apples Anwendungen vorbei. Tippt man auf einen generischen E-Mail-Link in Safari öffnet sich beispielsweise Apples Mail-App. Eine Option zur Änderung dieser Vorgaben ist in iOS 13 oder iPadOS 13 nicht vorhanden.

Standard-Apps lassen sich in iOS 13 zwar nicht ändern, dafür gibts aber einige andere hilfreiche Neuheiten:

iOS 13: 13 versteckte Funktionen.

iOS 14: Freie Auswahl möglicherweise auch für Streaming-Apps

Neben der Auswahl eines Browsers oder E-Mail-Clients denkt man in Cupertino angeblich auch darüber nach, den Nutzern eine breitere Auswahl bei Streaming-Diensten wie Spotify zu geben. Als konkretes Beispiel nennt Bloomberg die Musikunterstützung auf dem HomePod. Aktuell kann man Spotify nur über Umwege mittels AirPlay von einem anderen Gerät aus nutzen. Nativ unterstützt der Siri-Lautsprecher derzeit nur Apple Music.

Mittlerweile gibt es eigentlich nur noch iOS und Android am Markt, hier zeigen wir euch die Konkurrenten, die schon aufgeben mussten:

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Des Weiteren soll auch die Musiksteuerung mittels Siri auf dem iPhone oder iPad von derartigen Änderungen betroffen sein. In Gurmans Bericht fehlt unterdessen eine explizite Erwähnung von alternativen Kalender- oder Kontakt-Apps, die aktuell ebenfalls nicht als Standard-App definiert werden können.

Apple könnte diese Umstellung nutzen, um sich etwaigen Strafen durch die Wettbewerbsbehörden zu entziehen. So hatte sich beispielsweise Spotify über Apples Vorgehen bei der Europäischen Kommission beschwert. Die erste Präsentation von iOS 14 und der neuen Features erwarten wir auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der WWDC, die traditionell Anfang Juni stattfindet.

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