Die Deutsche Bahn hat den neuen ICE L enthüllt. Im Vergleich mit bisherigen Fernverkehrszügen soll das neue Modell mehr Komfort, eine vielseitigere Technik und schnelleres Internet bieten. Rasanter unterwegs ist der ICE L aber nicht.

Deutsche Bahn: Neuer ICE L vorgestellt

Mit dem ICE L hat die Deutsche Bahn erstmals einen Hochgeschwindigkeitszug vorgestellt, der über einen stufenlosen Einstieg verfügt. Treppen müssen also nicht mehr erklommen werden, um in den ICE L einsteigen zu können. Laut Dr. Michael Peterson aus dem DB-Vorstand setzt der Zug so „neue Maßstäbe“ und bietet mehr Komfort für alle Reisenden. Nicht nur mobilitätseingeschränkte Personen, sondern auch Fahrgäste mit viel Gepäck oder Kinderwagen wird der Einstieg erleichtert.

Keine Stufen mehr im ICE L. (Bildquelle: Deutsche Bahn)

Der Komfort soll sich auch im Innenraum widerspiegeln, der breiter als zuvor angelegt ist. Die Sitzbezüge bestehen zu 85 Prozent aus Wolle. Auf dem „neu entwickelten Sitztyp“ haben nach Angaben der Bahn zuvor 800 Probanden Probe gesessen. In der zweiten Klasse stehen 477, in der ersten 85 Sitzplätze zur Verfügung. Hinzu kommen noch drei Plätze für Rollstühle und acht für Fahrräder. Im Familienabteil sind 46 Plätze zu finden.

Neue Sitze sollen mehr Komfort bieten. (Bildquelle: Deutsche Bahn)

Anders als bisherige ICEs mit Elektrotriebwagen wird der ICE L von einer Lok gezogen. Er kann auch auf Strecken eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert sind. Intercity- und Eurocity-Züge sollen durch den neuen ICE L ersetzt werden (Quelle: Deutsche Bahn). In der Spitze schafft er 240 km/h, neue Rekorde werden also nicht gebrochen.

Plätze für Fahrräder gibt es auch. (Bildquelle: Deutsche Bahn)

ICE L mit „leistungsfähigem WLAN“

In der Ankündigung des neuen Zuges spricht die Bahn von einem „leistungsfähigen WLAN“, ohne auf Details einzugehen. Die Fensterscheiben sind „mobilfunkdurchlässig“ gestaltet und sollen einen stabilen Empfang beim Telefonieren und Surfen bieten.

Mehr zum neuen ICE gibt es im Video:

Deutsche Bahn stellt den ICE L vor

Ab Oktober 2024 kommen die neuen Züge schrittweise zum Einsatz, den Anfang macht die Verbindung zwischen Berlin und Amsterdam. 23 ICE L hat man beim spanischen Hersteller Taigo bereits geordert, insgesamt könnte der Großauftrag auf 100 Züge erweitert werden. Der Gesamtwert des Auftrags beträgt 2,3 Milliarden Euro.