Mercedes ruft aktuell zahlreiche E-Autos zurück. Es droht Brandgefahr, teilt das Kraftfahrt-Bundesamt mit. Ein Großteil der Fahrzeuge befindet sich in Deutschland.

eSprinter und eVito: Rückruf trifft fast 2.000 Elektroautos

Zwei E-Autos aus dem Nutzfahrzeug-Segment von Mercedes Benz erweisen sich jetzt als potenziell brandgefährlich: Der Automobilhersteller hat das Kraftfahrt-Bundesamt über einen Rückruf informiert. Die Behörde veröffentlicht über ihr Online-Portal eine Beschreibung des Problems, das bei den Fahrzeugen eVito und eSprinter auftreten kann: „Aufgrund unzureichender Abdichtung des Hochvoltbatteriegehäuses kann es bei Korrosion zu einem Feuchtigkeitseintritt kommen, wodurch ein Wiederstart des Fahrzeuges nicht möglich wäre. Darüber hinaus besteht erhöhte Brandgefahr.“

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist zur Überwachung des Falls eingeschaltet: Betroffen seien laut der Behörde insgesamt 1.910 Fahrzeuge. In Deutschland befinden sich davon 948, vermutet das Kraftfahrt-Bundesamt. Gebaut wurden sie zwischen 2018 und 2020.

Wie Mercedes das Problem beheben will, lässt sich bei der Behörde nach Eingabe des Rückrufcodes (VXEKOSCHU) ebenfalls einsehen: Man werde die Hochvoltbatterie prüfen und reinigen. Außerdem werde sie gewachst und gegebenenfalls ausgetauscht.

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Nicht das erste Problem mit dem eVito

Erst Ende Oktober 2020 hatte es schon einmal einen Rückruf im E-Nutzfahrzeug-Segment bei Mercedes gegeben: Damals mussten 364 Fahrzeuge des Typs eVito in die Werkstatt. Beim Zugang zum Hochvolt-Stromverteiler war eine „Anforderung an den sogenannten Berührschutz nicht korrekt umgesetzt worden“, zitierte das Portal  auto-motor-und-sport.de den Autobauer damals. Aus Sicherheitsgründen sei „der HV-Stromverteiler mit einem äußeren Aluminiumdeckel und einem darunterliegenden Kunststoffdeckel ausgestattet“, teilte Mercedes mit. Dieser Kunststoffdeckel konnte sich offenbar aus seine Halterung lösen, hieß es damals. Auch der E-Auto-Hersteller Tesla ruft aktuell viele Tausend Wagen zurück.