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Bremsklotz für E-Autos: „Eine Lücke, die uns den Erfolg kosten kann“

Der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor steht und fällt mit der Ladeinfrastruktur. (© Pixabay)

Mehr Elektroautos brauchen mehr Ladestationen. Die Rechnung ist einfach, die Umsetzung hingegen nicht. Jetzt macht die Industrie Druck beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, sonst drohe Chaos beim Aufladen von E-Autos.

 
E-Mobility
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E-Autos laden: Es werden mehr Ladepunkte benötigt

Zum Anfang eines Jahres muss sich die Politik von Interessenverbänden nicht selten anhören, wo es ihrer Meinung nach hingehen soll in den nächsten Monaten und Jahren. So auch in punkto E-Mobilität: Der Verband der Automobilindustrie(VDA) fordert neue Anstrengungen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos voranzubringen.

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Zum Status Quo meint Verbandschefin Hildegard Müller: „Die Lücke wird größer, nicht kleiner. Eine Lücke, die uns den Erfolg kosten kann.“ Die Versorgungslücke zwischen der stark wachsenden Menge an E-Autos und der zwar zunehmenden, aber deutlich geringeren Zahl an öffentlichen Ladestation, müsse so schnell wie möglich geschlossen werden (Quelle: VDA).

Bei der derzeitigen Ausbaugeschwindigkeit würde man, so Müller in einer Pressemitteilung, im Jahr 2030 mit 160.000 nur einen Bruchteil der geplanten 1 Millionen Ladepunkte erreichen. Müller fordert „mehr Geschwindigkeit beim Ausbau“, damit es dazu nicht kommt. Dafür solle man schnell alle Akteure und Teilhaber zu einem gemeinsamen Ladegipfel versammeln.

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Das hieße: Regierungs- und kommunale Vertreter, Autohersteller, unabhängige Ladeanbieter und Energieversorger – mindestens. Sie sollen einen gemeinsamen Weg finden, den Ausbau hochzufahren. Das dürfte schwierig werden, aber wichtig, wie Müller betont: Die Aufgaben der Industrie zum Umweltschutz seien nur mit anhaltendem gesellschaftlichem Rückhalt zu schaffen. Dabei gehe es vor allem um einen sozialverträglichen Wandel.

Bevor auch ihr euch ein E-Auto zulegt, solltet ihr diese Irrtümer kennen:

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Im Sinne der Verbraucher: Strom für E-Autos soll bezahlbar bleiben

Soll heißen: Günstiger Strom fürs Laden von E-Autos muss her. Gerade aktuell sieht es danach aber so garnicht aus. Die VDA-Chefin fordert auch hier ein entschlossenes Vorgehen. Denn um den maximalen Nutzen herauszuholen, brauchen die E-Autos Ökostrom aus vollständig regenerativen Quellen. Je mehr die E-Mobilität anziehe, umso stärker werde auch der Anspruch auf das Stromnetz.

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Der Netzausbau sei deswegen eine Grundvoraussetzung für die Zukunft der Mobilität und „muss entschlossener vorangetrieben werden“. Auch für die Produktion von Wasserstoff und E-Fuels seien erneuerbare Energien nötig. Der Nutzen der künstlichen Kraftstoffe ist allerdings sehr umstritten.

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