Er hat es wieder getan. Erinnert ihr euch an den YouTuber, der einst versuchte, in Spider-Man einen Basketball ins Netz zu werfen? Der Stunde um Stunde den Ball kickte, um ihn wenigstens irgendwie an sein Ziel zu glitschen? Nun, er ist wieder da – und dieses Mal geht es um Urin und Schnee in Death Stranding. Tolle Themen also.

 

Spider-Man

Facts 
Spider-Man

Heute, meine lieben Leser, beschäftigen wir uns erneut mit einer kritischen Frage bezüglich eines Videospiels: Ist es in Death Stranding möglich, den eigenen Namen lesbar in den Schnee zu pinkeln? Der durchweg amüsante YouTube Reetae27 hat sich der ehrenvolle Aufgabe gewidmet, genau diese Frage zu beantworten – und wie es eben meistens im Leben ist: Es klingt einfacher in der Theorie, als in der Praxis.

Fangen wir bei den Grundlagen an: Ja, in Death Stranding könnt ihr urinieren, und ja, im Schnee bleiben nicht nur eure Fußabdrücke zurück, sondern auch Eindellungen an jenen Stellen, auf denen ihr euch erleichtert. Ganz einfach also, so scheint es – hinstellen und Namen pinkeln! Aber wie Reetae27 sogleich feststellt, ist es eben doch nicht ganz so einfach, eh. Erst einmal könnt ihr nicht unendlich lang urinieren, sondern nur so viel, wie ihr getrunken habt. Und höchstens 1000 ml, was mir ein wenig unrealistisch viel erscheint, aber zumindest hier beste Voraussetzungen schafft: Ist der Tank voll, so könnt ihr damit einen kurzen Namen malen. Um es euphemistisch auszudrücken.

Allerdings nicht – und da erreichen wir bereits den nächsten Stolperstein – wenn ihr daneben im Schnee steht. Irgendwie klappt das mit der geringen Entfernung mehr schlecht als recht, und wirkt dann auch mehr wie abstrakte Kunst, als wie ein tatsächlicher Name. Höhe muss her! Reetae27 baut also eine große Brücke, um vom Rand aus nach unten zielen zu können, das Problem jedoch: Unser verlegener Protagonist Sam Bridges traut sich nicht, vor einem Hologramm auf der Brücke zu entblößen. Er ist ein äußerst höflicher Paketbote in der Postapokalypse.

Ist das Hologramm einmal ausgestellt, kann es jedoch endlich – endlich – losgehen. Und ihr mögt verwundert sein, aber Reetae27 dabei zuzuschauen, wie er 15 Stunden – oder 12 Minuten im Video – in den Schnee in uriniert, ist einfach wundervoll:

Was haben wir daraus gelernt? Pinkelt nicht vor Hologrammen, denn das gehört sich nicht.

Ursprüngliche, philosophische Nachricht vom 16. Februar, 13:01 Uhr

Spider-Man-Spieler versucht das Unmögliche – und erkennt den Sinn von Videospielen

Es war einmal ein Spieler, der sich auf der Plattform YouTube (kennt ihr vielleicht) Reetae27 nennt. Er beurteilt gern Filme, wie sein Channel verrät. Hin und wieder spielt er auch ein Videospiel. Einmal hat er sich an Marvel's Spider-Man versucht, und wisst ihr, was er dort probiert hat? Ganz einfach, er wollte den Ball ins Netz werfen. Einen Basketball, um genau zu sein – jenen Basketball, den NPCs wieder und wieder und wieder im Spiel einlochen.

Tatsächlich trifft jeder NPCs in Marvel's Spider-Man zu 100% jedes Netz. Das nur nebenbei, und damit ihr euch den Druck vorstellen könnt, unter dem Reetae27 seinen ersten Versuch startet: Mit Spider-Man den Ball ins Netz werfen, ist das möglich? Womöglich hatte Entwickler Insomniac Games nicht wirklich einen Basketball-spielenden Spider-Man vorgesehen, doch wer wusste das schon?

Insomniac Games waren und sind berühmt für ihre Easter Eggs. Und die Basketbälle im Spiel – so fand Reetae27 heraus – verhalten sich gänzlich anders, als jedes andere Item: Sie rollen, wenn ihr sie mit Spider-Man anstoßt; und sie geben dabei ein seltsames Geräusch von sich, als würde jemand den Ball kontinuierlich drippeln. Es stellte sich also wieder die unausweichliche Frage ...

Ist es möglich, in Spider-Man einen Ball ins Netz zu schießen?

Zu unserem Glück hat Reetae27 ein Video aufgenommen, das ihn bei seiner mehr und mehr philosophischen Reise durch Marvel's Spider-Man begleitet. Werft einen Blick hinein, denn es mag das Beste sein, was ihr diese Woche sehen werdet:

Spoiler: Es ist fast möglich, den Ball in Marvel's Spider-Man ins Netz zu werfen. Was gleichzeitig bedeutet: Es ist unmöglich. Aber hey, es ist nur ein Spiel, oder? Außerdem mag die Frage nach dem Ball und dem Netz gar nicht der wirkliche Inhalt dieses Videos sein – oder dieser Nachricht. Denn während YouTuber Reetae27 Ball um Ball am Netz vorbeischießt, offenbart sich ihm eine sehr viel wichtigere Lektion.

Was ist der Sinn von Videospielen?

Nun, es ist also nicht möglich, den Ball ins Netz zu schießen. Reetae27s Video geht nur knappe 14 Minuten, doch in Wirklichkeit muss er mehrere Stunden in diesen doch bizarren Selbstversuch gesteckt haben. Und wie ihr vielleicht gesehen habt, fragt er sich am Ende des Videos, warum er das alles überhaupt gemacht hat.

Immerhin geht es hier nur um einen Ball und ein Netz in Marvel's Spider-Man – ein Spiel, das ohne Frage nicht dafür ausgelegt ist, Bälle in Netze zu befördern. Außer natürlich, ihr seid ein NPC.

Das könnte euch auch interessieren:

Bilderstrecke starten(17 Bilder)
Spider-Man: Die Geschichte der Videospiele zum Superhelden

Warum also? Ganz einfach, so fährt Reetae27 fort:

Warum nicht? Manchmal macht es eben Spaß, die Limitierungen eines Videospiels auszutesten. Manchmal macht es Spaß, einfach Unsinn zu treiben und gar nicht dem Spiel zu folgen oder das zu tun, was man eigentlich tun soll. Und in Marvel's Spider-Man für die PS4 gibt es etliche Möglichkeiten, genau das zu tun. Weswegen hey – es überhaupt erst möglich ist, dort Sachen herumzuschleudern.“

Er hat Recht.

Ihr solltet euch nicht unnütz fühlen, wenn ihr das nächste Mal in Skyrim versucht, den höchsten Gipfel mit eurem Pferd hinaufzuglitchen. Denn letztendlich ist die Essenz von Spielen nicht, das einprogrammierte Ziel eurer Quest zu erreichen – sondern herumzuspielen. Und Dinge auszutesten. Was tatsächlich der eigentliche Grund ist, warum wir überhaupt spielen.

Marina Hänsel
Marina Hänsel, GIGA-Experte für Horror, RPGs, Dead By Daylight und Minecraft.

Ist der Artikel hilfreich?