Während sich andere Studios davor fürchten, ihr Spiele als politisch zu bezeichnen, geht Bethesda auch in Wolfenstein Youngblood in die Vollen. So bekommt unter anderem US-Präsident Donald Trump sein Fett weg.

 
Wolfenstein: Youngblood
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Wolfenstein: Youngblood

Eigentlich ist es ja die größte Schwäche von Wolfenstein Youngblood, dass das Spiel im Gegensatz zur Hauptreihe deutlich weniger Fokus auf die Handlung legt. In Form der zahlreichen Sammelgegenstände, die in den Levels verteilt sind, kommen zeitgeschichtliche Kommentare jedoch trotzdem nicht zu kurz.

So kannst du im Spiel unter anderem einen Brief finden, in dem der fiktive Roman „Die große Mauer“ von einem Regime-Verlag abgelehnt wurde, da die Vorstellung, dass „ein einfacher Hochstapler zum Anführer des Regimes gewählt wird“ schlichtweg nicht plausibel genug sei. In den Worten der Germanischen Verlagsunion „fällt es schwer zu glauben, dass ein so unintelligenter und inkompetenter Protagonist zu etwas anderem als dem Putzen unserer Toilette fähig sein sollte.“ 

Die Parallelen zu US-Präsident Donald Trump sind offensichtlich. Die Grenzmauer zu Mexiko war bereits in seinem Wahlkampf ein zentrales Thema und bestimmt auch 2019 noch den politischen Diskurs in den USA.

Politische Kommentare: Nichts neues bei Wolfenstein

Derartige Bezüge auf die amerikanische Politik sind in der Wolfenstein-Reihe nichts Neues. So fanden sich in Wolfenstein 2: The New Colossus unter anderem Verweise auf Richard B. Spencer, der als prominentes Mitglied der Alt-Right Bekanntheit erlangte, einer amerikanischen Neo-Nazi-Bewegung.