EAs neueste Masche: Eine Axt für 170 Dollar, Spieler reagieren entsetzt

Franziska Behner 28

Anfang Juli gab der Vizepräsident von Electronic Arts zu verstehen, dass er nicht nachvollziehen könne, warum EA von allen als die Bösen wahrgenommen wird. Vielleicht liegt es unter anderem an der 170 Dollar Axt, die derzeit in Apex Legends angeboten wird?

EAs neueste Masche: Eine Axt für 170 Dollar, Spieler reagieren entsetzt

Eigentlich kostet die Axt Raven’s Bite im Store von Apex Legends nur 3.500 Apex Coins, umgerechnet etwa 35 Dollar. Bereits dieser Preis ist absurd, aus Sicht von Electronic Arts ist der Preis hingegen offenbar absurd niedrig. Um den Axt-Skin kaufen zu dürfen, sind daher eine Reihe zusätzlicher Investitionen nötig.

So steht die Axt überhaupt erst dann zum Verkauf, wenn ein Spieler alle 24 Iron Crown-Lootboxen geöffnet hat. Der Haken daran: Im Spiel selbst kannst du lediglich zwei solcher Lootboxen verdienen, alle anderen müssen für jeweils 700 Apex Coins gekauft werden. Wer also alle Lootboxen öffnen will, zahlt gut und gerne 150 Dollar – und erhält erst dann die Möglichkeit die besagte Axt im Shop auszuwählen und für weitere 3.500 Apex Coins zu erstehen.

Insgesamt werden auf diese Weise ganze 170 Dollar fällig. Die Spieler sind entsprechend ungehalten und rufen unter anderem auf Reddit dazu auf, die Lootboxen zu boykottieren. Ob Matt Bilbey, Vizepräsident von Electronic Arts jetzt vielleicht verstehen kann, warum alle das Unternehmen für die Bösen halten?

Originalmeldung vom 03. Juli 2019 um 12.04 Uhr

EA versteht nicht, warum sie die Bösen sind

Über EA gibt es häufig Negativschlagzeilen. Wie gamesindustry berichtet, hat es der Publisher (trotz guter Verkäufe) schwer. Bei den MCV Awards sollen auch des Öfteren Buh-Rufe gefallen sein, wenn EA als Nominierte aufgerufen wurden.

Dabei unterstützt EA vor allem kleinere Indie Studios wie kaum ein anderer, gibt ihnen möglichst viele der Einnahmen ab und behält nur das Nötigste, was sie selbst dafür ausgegeben haben. Jonny Hopper von Glowmade ist begeistert von dieser Herangehensweise und hat sogar auf der Bühne von EA Play davon geschwärmt.

Auch Matt Bilbey von EA möchte zeigen, dass sie Spiele in dieser Firma lieben. Er gibt aber auch zu, dass sie Fehler machen, die aufgrund der Größe nun mal auch öffentlich immer gesehen werden.

„25 Jahre bei EA und ich habe immer noch Probleme damit zu sehen, dass die Außenwahrnehmung von uns ist, dass wir einfach ein Haufen böser Leute sind.“

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Electronic Arts: Vom ambitionierten Newcomer zum meistgehassten Publisher.

EA Originals möchte auch kleineren, aber talentierten Entwicklern die Chance geben, etwas Tolles zu schaffen, das gesehen wird. Gerade kleinere Firmen sind für einzigartige Ideen optimal - sie gehen in einer riesigen Firma nicht unter und haben die Möglichkeit sich zu entfalten. Diesen Weg wollen sie weiter gehen, allerdings auch nicht zu viele kleine Projekte starten, schließlich haben sie selbst noch große Titel vor sich, die Aufmerksamkeit benötigen.

Dass EA für viele eher negativ konnotiert sind, liegt wahrscheinlich eher daran, wie sie mit den Käufern ihrer Spiele umgehen. Auf der einen Seite helfen sie zwar Indie-Studios, auf der anderen sehen sie in Lootboxen, Mikrotransaktionen und anderen Praktiken keine Probleme und sehen in Erstere positive Überraschungen.

Fußballspiele kann EA auch.

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EA hat mittlerweile einen Kreativ-Rat gegründet, der auch den kleineren Indie-Studios mit dem Wissen und der langjährigen Erfahrung des Publisher helfen wird.

Auch an seinem Streaming-Service möchte EA festhalten und immer weiter ausbauen. Man ist sich sicher, dass da die Zukunft steckt und es viele Spieler interessieren wird, so zukünftig die Gamingwelt zu erleben. Es ist die Mischung, die es am Ende ausmacht: Singleplayer-Spiele, Coop-Spiele, kleine Spiele und große Spiele.

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