Auch in der EU wird die Luft für TikTok dünner: Die EU-Kommission droht mit einem Verbot der beliebten Video-App, wenn europäische Regeln nicht eingehalten werden. Die Darstellung lebensgefährlicher Videos sei ein Zeichen dafür, dass es Probleme beim Jugendschutz gebe. Auch beim Datenschutz sieht man Nachholbedarf.

 
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EU droht TikTok mit Verbot

In den USA hat TikTok bereits mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, nun hagelt es auch Kritik aus der EU. EU-Kommissar Thierry Breton hat Shou Zi Chew, dem Chef der Video-App, in einem Gespräch mit weitreichenden Sanktionen gedroht. TikTok müsse sich an europäische Regeln halten, sonst könne die App im schlimmsten Fall sogar verboten werden.

Es sei nicht hinnehmbar, so Breton, dass Nutzer der App innerhalb von Sekunden von lustigen zu lebensbedrohlichen Videos wechseln könnten. TikTok wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen, zu wenig für den Jugendschutz zu tun. Die Plattform müsse sicherer werden, um in Europa eine Zukunft zu haben (Quell: heise online).

Mangelnder Jugendschutz ist dabei nur ein Teil der Kritik. TikTok müsse sich an europäisches Datenschutzrecht halten und dürfe keine personenbezogenen Daten in Länder außerhalb Europas übermitteln. Zudem wurde Ende 2022 bekannt, dass der chinesische Betreiber ByteDance mehrere US-Journalisten und deren Angehörige überwacht hatte.

Mit dem Digital Services Act der EU, der am 1. September in Kraft tritt, sieht Breton neue Handlungsmöglichkeiten. Die EU werde „nicht zögern, alle möglichen Sanktionen zu beschließen“, sollte sich TikTok nicht an die Regeln halten.

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TikTok: USA verbieten App auf Diensthandys

In den USA sind kürzlich mehrere Bundesstaaten gegen TikTok vorgegangen. In etwa der Hälfte der Staaten ist die App auf Diensthandys bereits gesperrt. Auf Bundesebene ist ein ähnliches Verbot in Planung.

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