Die Macher einer Migräne-App haben gerade selbst Kopfschmerzen: Facebook hat sich bei seinem neuen Meta-Logo so sehr bei einem deutschen Start-up „orientiert“, dass dieses nun ein neues Branding benötigt. Vor Gericht möchte man Facebook aber nicht zerren.

Neues Facebook-Logo von Berliner Firma abgeguckt

Für das Berliner Start-up Newsenselab war die Vorstellung von Meta sicher aufregender als für die meisten anderen Zuschauer. Schnell wurde den Machern einer Migräne-App klar, dass es zwischen dem eigenen Logo, das seit dem Jahr 2020 genutzt wird, und Facebooks Variante kaum Unterschiede gibt. Im Grund hat Facebook einfach das Newsenselab-Logo blau eingefärbt und es etwas breiter gemacht.

Mit Facebook und Meta möchte das Unternehmen aber rein gar nichts zu tun haben. Eine Assoziation mit dem Konzern soll am besten ganz vermieden werden. Deswegen gibt man nun klein bei und erläutert, dass ein Rebranding bevorsteht. Das Logo wird Facebook also einfach überlassen – und eine Klage möchte man ebenfalls nicht einreichen.

Oben M-sense, unten Meta. Unterschiede sind nur bei der Farbe zu erkennen. Bild: M-sense bei Twitter

Einen Seitenhieb auf den mächtigen Meta-Konzern konnte sich Newsenselab dann aber doch nicht verkneifen: „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass @facebook sich vom Logo unserer Migräne-App inspiriert fühlt – vielleicht lassen sie sich ja auch von unseren Datenschutzmaßnahmen inspirieren“, heißt es (Quelle: M-sense bei Twitter). Über 11.000 Retweets und 51.000 Likes zeigen, dass das Berliner Start-up damit genau ins Schwarze getroffen hat.

Aus Facebook wird Meta: Alle Details dazu im Video.

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Deutsche Migräne-App M-sense auf Rezept

Unabhängig vom Logo bleibt das Hauptprodukt von Newsenselab die Migräne-App M-sense, die als App auf Rezept konzipiert ist. Hilfesuchende erhalten die App erst nach einem Arzttermin und einem entsprechenden Rezept. Die Kosten für Me-sense in Höhe von 250 Euro für drei Monate werden von der Krankenkasse übernommen.