Smartphones mit faltbarem Display leiden noch an so mancher Kinderkrankheit. Nun vermeldet LG einen Durchbruch, mit dem Falt-Handys bald schon sehr viel besser aussehen könnten. Die neue Technik macht die Smartphones auch noch langlebiger.

LG: Faltbare Handys ohne sichtbare Falte

Faltbare Handys sind nach wie vor eine neue Geräteklasse. Auch wenn Samsung mittlerweile schon die dritte Generation seiner Galaxy-Z-Fold-Handys anbietet, hat sich bei einem grundlegenden Problem bislang wenig getan. Eine sichtbare und unschöne Falte in der Mitte des Displays ist derzeit noch unumgänglich. Genau um diese Schwierigkeit hat sich LG gekümmert, wie ein neuer Bericht bestätigt.

Der Chemiezweig von LG hat ein neuartiges Abdeckfenster – also den schützenden Teil, der über dem Display liegt – hergestellt, das so robust wie Glas und so flexibel wie Kunststoff sein soll. Eine Falte wird so vermieden. Auch die Haltbarkeit des Bildschirms soll sich dem Unternehmen nach erhöht haben. LG liegt eigenen Angaben zufolge nun mit Samsung gleichauf und verspricht mehr als 200.000 Faltvorgänge. Mindestens fünf Jahre soll das Smartphone so durchhalten.

Zur Herstellung der neuen Display-Abdeckung hat LG eine spezielle Beschichtung auf einer dünnen PET-Kunststofffolie entwickelt. LG behauptet, dass dieses Material gleichzeitig stabiler und auch flexibler sei, als die aktuellen Lösungen auf Basis von Polyimid-Folie und gehärtetem Glas. Auch bei flexiblen Tablets und Notebooks könnte es verwendet werden.

Im Video: Das halten wir vom Galaxy Z Fold 3 und Z Flip 3.

Samsung Galaxy Z Fold 3 & Z Flip 3 im Hands-On: Noch nicht ganz Mainstream

LG: Falt-Displays, aber kein eigenes Handy

Da sich LG mittlerweile vom Smartphone-Markt verabschiedet hat, wird die neue Technik entsprechend nicht bei eigenen Handys zum Einsatz kommen können. Die neue Display-Abdeckung werden wir also nur bei Produkten der Konkurrenz sehen, sofern nicht überraschend ein Comeback angekündigt wird. LG möchte im Jahr 2022 mit der Produktion beginnen (Quelle: The Next Web).