Google Stadia, PS Now und mehr: Cloud-Gaming-Services im Test 2020

Daniel Nawrat 2

Längst ist Cloud-Gaming in aller Munde. Doch was genau ist das überhaupt und was unterscheidet die verschiedenen Anbieter wie Google Stadia oder PS Now voneinander? GIGA erklärt, welche Cloud-Gaming-Services es aktuell gibt, wie sie im Vergleich abschneiden und worauf man bei den verschiedenen Abos achten muss – so trefft ihr garantiert die richtige Wahl.

Euer Gaming-PC ist nicht mehr der neueste und kommt bereits beim bloßen Anblick von bevorstehenden AAA-Releases wie Cyberpunk 2077 ins Schwitzen? Ihr habt nun zwei Möglichkeiten: Entweder ihr verpasst eurem Rechner ein kostspieliges Upgrade – beispielsweise in Form einer neuen Grafikkarte. Oder ihr entscheidet euch für einen der zahlreichen Cloud-Gaming-Dienste und macht damit die Anschaffung eines neuen, teuren Rechners obsolet.

Derartige Dienste kosten euch monatlich oftmals nur den Bruchteil eines leistungsstarken Gaming-Rechners und erlauben es dennoch, alle erdenklichen Spiele zu zocken. Das ist aber längst nicht der einzige Grund, warum sich ein Abo bei einem der zahlreichen Anbieter lohnen könnte. Wir haben uns einige der beliebtesten Cloud-Services näher angeschaut und gehen im Detail auf die jeweiligen Leistungen, Möglichkeiten sowie Kosten ein.

Cloud-Gaming-Dienste 2020: Alle Anbieter im Überblick

Verfügbare Spiele Preis (monatlich) Plattform Kaufen
Shadow 14,99 €/29,99 €/49,99 € PC, Mac, Android, iOS Bei Shadow
PlayStation Now 800+ 9,99 € PC, PS4 Im PS Store
Google Stadia 40+ kostenlos/9,99 € PC, Android Im Google Store
GeForce Now 400+ kostenlos/5,49 € PC, Mac, Android, Shield TV Bei Nvidia

Der absolute Alleskönner: Shadow

Das ist Shadow.

Wer auf der Suche nach einem wahren Multitalent unter den Cloud-Gaming-Diensten ist, der ist bei Shadow absolut an der richtigen Adresse. Hier erhaltet ihr nämlich Zugriff auf euren eigenen virtuellen Windows-PC. Somit könnt ihr jedes Spiel, das sich in eurem Besitz befindet, aus der Cloud streamen. Darüber hinaus können Nutzer diesen virtuellen Rechner ebenso für zahlreiche Dinge abseits von Gaming verwenden. Fotobearbeitung oder Videoschnitt? Alles kein Problem.

Diese Flexibilität hat jedoch ihren Preis, denn für Shadow sind in der teuersten Variante bis zu 49,99 Euro pro Monat fällig. Zusätzlich ist es durchaus vorstellbar, dass sich manche Nutzer von dieser Vielfalt an Möglichkeiten zunächst etwas überfordert fühlen. Die Bedienung ist ebenso mit etwas mehr Aufwand verbunden, da die Spiele samt Launcher erst einmal installiert und eingerichtet werden müssen.

Dabei soll gesagt sein, dass selbst das günstigste Modell mehr als ausreichend ist, um so gut wie jeden gängigen Titel in bester Qualität zu spielen. Wer jedoch bereit ist, tiefer in die Tasche zu greifen, der erhält Zugriff auf umso potentere Hardware und kann sogar von 4K-Grafik und Raytracing profitieren. Es ist also für jeden etwas dabei, zumal Shadow auf so gut wie jeder Plattform funktioniert.

Hinweis: Die neuen Konfigurationen sind erst ab April 2020 verfügbar. Neukunden müssen sich also noch bis zu diesem Zeitpunkt gedulden.

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Vorteile

  • Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten abseits von Gaming
  • Raytracing Support
  • Unbegrenzte Spielmöglichkeiten
  • Für PC, Mac, iOS und Android verfügbar

Nachteile

  • Hoher Preis
  • Bedienung teils mit mehr Aufwand verbunden

Das Beste für Konsolenspieler: PlayStation Now

Sonys Abo-Service erfordert nicht einmal eine Konsole. Denn PlayStation Now funktioniert nicht nur auf PS4, sondern auch auf Windows-PCs (optional mit Dualshock-Controller). Der Dienst ist für 9,99 Euro im Monat, 24,99 Euro für drei Monate oder 59,99 Euro für ein Jahr verfügbar. Im reichhaltigen Programm finden sich über 800 Spiele aus allen Genres, die ursprünglich auf der PS2, PS3 oder PS4 erschienen sind. Hineinschnuppern in den Service könnt ihr dank einer siebentägigen Probephase.

Die Titel lassen sich entweder herunterladen (nicht bei PS3-Spielen) oder direkt streamen – je nachdem ob ihr genug Festplattenplatz oder eine gute Internetleitung besitzt. Vorsicht: Einige Spiele sind nur ein paar Monate im Programm, weshalb man diese als erstes in Angriff nehmen sollte. Spielstände verbleiben lokal oder in der Cloud und können mit Erwerb der Kaufversionen weiter genutzt werden.

Die Auswahl an Games ist vorzüglich: Es finden sich Must-Haves wie GTA 5, Uncharted 4, The Last of Us und Persona 5. Auch PS3-Klassiker wie Red Dead Redemption, Metal Gear Solid 4, Bioshock oder Fallout New Vegas überzeugen. Über PS Now sind übrigens auch Mehrspieler-Partien (z. B. in GTA Online oder Elder Scrolls Online) möglich. Ebenso lassen sich Trophäen einheimsen. Sony empfiehlt eine Bandbreite von mindestens 5 MBit/s für das Streaming. In der Praxis sind jedoch 25 MBit/s sowie der Anschluss über LAN-Kabel ratsam. Sonst kann es hin und wieder zu Aussetzern und Stotterern kommen. Kurzum bietet PlayStation Now ein reichhaltiges Angebot zum fairen Preis.

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PlayStation Now: Alle Spiele, die du streamen kannst + Liste

Vorteile

  • Günstiger Preis
  • Große Auswahl an PS2-, PS3- und PS4-Spielen
  • Zahlreiche Titel auch offline spielbar
  • PS4-Exklusivtitel auf dem PC spielbar

Nachteile

  • PS4 Controller notwendig (auch am PC)
  • Viele Spiele nur kurzfristig verfügbar

Kostengünstige Alternative: Google Stadia

Google fährt mit ihrem Cloud-Gaming-Angebot Stadia derzeit ein gänzlich anderes Konzept. Bei Stadia handelt es sich nämlich um eine eigenständige Plattform, so wie beispielsweise den PC oder die PS4. Somit können nur Spiele per Stadia gestreamt werden, die ihr separat für die Plattform erworben habt oder die im Stadia Pro Abo für knapp 10 Euro im Monat enthalten sind. Im Vergleich zur Konkurrenz sieht das Angebot derzeit noch eher mau aus und Nutzer sind von der mangelnden Kommunikation seitens Google enttäuscht. Was Online-Titel wie Destiny 2 anbelangt, ist nach momentanem Stand außerdem kein Crossplay mit anderen Plattformen geplant. Das sollte bei einer Kaufentscheidung also berücksichtigt werden.

Was Google hingegen absolut richtig macht, ist die nahtlose Integration von Stadia in ihr bisheriges Ökosystem. Entscheidet ihr euch beispielsweise für die Premiere Edition, so erhaltet ihr zusätzlich zum Pro Abo den Stadia Controller samt Google Chromecast. Letzteres ist für das Zocken auf dem Fernseher auch notwendig, während der Controller rein optionaler Natur ist. Durch dedizierte Buttons für Screenshots und den Google Assistant ist dieser aber deutlich smarter als bisherige Controller.

So vielversprechend Google Stadia insgesamt auch klingt, fühlt es sich stellenweise dennoch eher wie eine unfertige Beta an. Beispielsweise kann der Controller nur per Kabel am PC verwendet werden und der Assistant-Knopf funktioniert ebenfalls sehr eingeschränkt. Auf dem Smartphone könnt ihr derzeit auch nur spielen, insofern ihr im Besitz eines Google Pixel oder eines anderen unterstützten Smartphones seid. Viele dieser Probleme lassen sich durch kleinere Updates sicherlich aus der Welt schaffen. Zusätzlich soll es bald eine kostenlose Version von Stadia geben. Also die ideale Möglichkeit, um den Dienst bedenkenlos auszuprobieren und euch hinterher zu entscheiden.

Weiterführend zum Thema: GIGA Redakteur Alexander hat Google Stadia ausprobiert und erklärt für wen sich der Dienst lohnt.

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Vorteile

  • Kostenlose Variante für 2020 geplant
  • Regelmäßig kostenlose Spiele für Besitzer von Stadia Pro
  • Optionaler Controller mit nützlichen Zusatzfunktionen

Nachteile

  • Spiele müssen separat erworben werden
  • Gekaufte Spiele sind an die Plattform gebunden
  • Geringe Auswahl an Spielen
  • Controller auch am Smartphone zum Spielen nötig
  • Zocken auf dem Smartphone nur für ausgewählte Geräte verfügbar

Einfachste Handhabung: GeForce Now

GeForce Now aus dem Hause Nvidia lässt sich wohl am besten als eine Mischung aus den Diensten Shadow und Google Stadia beschreiben. Es gibt einerseits eine vorgegebene Auswahl an Spielen, diese fällt mit über 400 Titeln (Tendenz steigend) jedoch deutlich umfangreicher aus als die der Stadia. Andererseits herrscht keine Plattformbindung und es steht euch offen, welches Gerät ihr zum Zocken nutzen wollt. Ein Blick auf die Liste der unterstützten Spiele wäre vorher jedoch ratsam.

Ein weiterer großer Vorteil von GeForce Now ist die einfache Handhabung. Über 200 Spiele sind vorinstalliert und solltet ihr diese bereits besitzen, könnt ihr mit nur einem Klick direkt loslegen. Alle weiteren Games können innerhalb weniger Sekunden heruntergeladen werden und sind somit ebenso leicht zugänglich. Ewige Downloadzeiten adé!

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen euch zwei Optionen zur Verfügung: Ihr könnt den Dienst entweder kostenlos nutzen oder ihr werdet für 5,49 Euro im Monat ein Founder-Mitglied. Die erste Variante hat allerdings den Haken, dass ihr maximal eine Stunde am Stück spielen könnt. Die kostenpflichtige Version hingegen erlaubt längere Sessions und unterstützt sogar Raytracing. Das gibt es sonst nur bei Shadow und dort nur zu einem deutlich höheren Preis.

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Vorteile

  • Günstiger Preis
  • Vorinstallierte Spiele erleichtern die Handhabung
  • Stetig wachsende Zahl an unterstützten Spielen

Nachteile

  • Zahlreiche Spiele werden noch nicht unterstützt
  • Preis wird sich zukünftig erhöhen

Die besten Cloud-Gaming-Dienste 2020: So haben wir getestet

Cloud-Gaming ist inzwischen auf fast allen gängigen Plattform verfügbar. Aus diesem Grund war es uns auch wichtig, jeden dieser Bereiche mit unserer Auswahl abzudecken. So soll gewährleistet werden, dass im Idealfall für jeden ein passender Anbieter dabei ist. Sämtliche Einschätzungen zu den jeweiligen Diensten basieren außerdem auf den Erfahrungen unserer Redakteure, da wir alle von ihnen selbst ausprobiert haben. Zuletzt soll noch erwähnt werden, dass es sich bei Cloud-Gaming nach wie vor um ein relativ neues Konzept handelt. Gleichzeitig entwickelt sich dieses aber rasant weiter, was sich vor allem bei den einzelnen Anbietern zeigt. Diese bieten euch nämlich zunehmend mehr Features oder aber komplett neue Abo-Modelle.

Welche Dienste kommen in Zukunft?

An dieser Stelle sollen noch weitere Cloud-Gaming-Dienste genannt werden, die in absehbarer Zeit auf den Markt kommen. Aus dem Hause Microsoft kommen sogar direkt zwei Anwendungen. Die interessantere von beiden ist wohl Project xCloud. Diese ermöglicht euch das Streamen von Xbox-Titeln aus der Cloud auf euer Smartphone – sowohl über WLAN als auch über das Mobilfunknetz. Das Pendant dazu für Konsolenspieler stellt Xbox Console Streaming dar. Hier streamt ihr die Spiele von eurer eigenen Xbox One auf euer mobiles Gerät.

Medion möchte bald ebenfalls im Cloud-Gaming-Sektor mitmischen und wird daher im ersten Quartal 2020 mit Medion ERAZER Cloud Gaming an den Start gehen. Ähnlich wie bei der Konkurrenz soll es auch hier eine vordefinierte Auswahl an Spielen geben. Diese beschränkt sich zu Beginn jedoch auf nur etwa 50 Titel, die dafür allesamt im Abo für monatlich 9,99 Euro enthalten sind. Es bleibt abzuwarten, welche Spiele das genau sein werden und welche zukünftig noch dazukommen.

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Cloud-Gaming: Wie funktioniert das?

In der Regel funktioniert der Großteil der Cloud-Streaming-Dienste auf die selbe Art und Weise: Euch steht ein Server mit äußerst leistungsstarker Hardware zur Verfügung, auf dem eure eigenen jeweiligen Spiele dann tatsächlich laufen. Lediglich das ausgegebene Bild wird über eine App auf euer Endgerät gestreamt. Deshalb ist es auch egal, über wie viel Leistung es verfügt. Die eigentliche Arbeit übernimmt der externe Server. Das Ganze ist also ähnlich wie bei Netflix, nur eben mit Spielen.

Das bedeutet: Solange das Gerät eurer Wahl – das kann entweder ein Smartphone, Tablet oder auch ein in die Jahre gekommener PC/Laptop sein – Videos flüssig wiedergeben kann, könnt ihr vermutlich auch ohne Weiteres auf Cloud-Gaming zurückgreifen.

Gutes Internet wird benötigt: Was muss ich beachten?

Der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, aus der Wolke zu zocken: eine schnelle sowie stabile Internetverbindung. Hier versuchen sich die zahlreichen Dienste natürlich zu unterbieten, indem sie mit möglichst geringen Mindestvoraussetzungen in Bezug auf die benötigte Internetleistung werben. Dabei bewegen sich diese Angaben zwischen 5 Mbit/s bis zu 35 Mbit/s oder mehr. Die Faustregel lautet: Je besser euer Spielerlebnis sein soll (FPS, Bildwiederholrate, Auflösung und Grafikqualität), desto leistungsfähiger muss auch euer Internet sein.

Damit ihr bei so vielen Zahlen den Überblick nicht verliert, hier ein kurzes Rechenbeispiel. Angenommen, ihr verfügt über eine 16.000er-Leitung, so würde das einer Geschwindigkeit von umgerechnet etwa 16 Mbit/s entsprechen. Die meisten Dienste erfordern jedoch mindestens 20 Mbit/s, damit ihr mindestens mit einer Auflösung von 1080p und mit flüssigen 60 FPS zocken könnt.

Unsere Empfehlung: Für das optimale Spielerlebnis solltet ihr mindestens über eine 50.000er-Leitung verfügen und euch außerdem einen zuverlässigen Provider suchen. Praktischerweise könnt ihr bei einigen Anbietern wie beispielsweise Google Stadia eure Internetgeschwindigkeit direkt auf der Webseite des Services testen lassen. Somit erfahrt ihr vorab, ob ein Upgrade des eigenen Internets überhaupt notwendig ist.

Hier geht's zum offiziellen Google-Stadia-Speedtest*

Worin unterscheiden sich die Dienste?

Auf den ersten Blick mögen sich die Cloud-Gaming-Angebote allesamt sehr ähnlich sehen, dennoch unterscheiden sie sich in einigen Punkten sehr stark voneinander. Das fängt damit an, in welcher Auflösung ihr spielen wollt. Während einige Services lediglich eine Auflösung von 1080p bieten, könnt ihr bei anderen Diensten sogar in 4K oder aber mit einer erhöhten Bildwiederholrate von 144 Hz spielen. Hierbei hängt alles erneut von eurer zur Verfügung stehenden Internetleitung ab  mehr Pixel oder FPS braucht immer auch mehr Bandbreite.

Der nächste große Punkt wären die Spiele selbst. Viele der Anbieter bieten eine vordefinierte Auswahl an Spielen. Diese wird erfahrungsgemäß zwar stetig erweitert, sollte euer absolutes Lieblingsspiel aber trotzdem nicht mit dabei sein, könnte das ein K.O.-Kriterium darstellen. Es wäre also ratsam, sich im Vorfeld über den angebotenen Spielekatalog zu informieren. Im Falle von Shadow wird euch sogar ein kompletter virtueller Windows-PC zur Verfügung gestellt. In diesem Fall habt ihr also theoretisch unbegrenzte Möglichkeiten, die sich nicht nur auf die Auswahl der Spiele beschränkt.

Google Stadia: Alles was ihr wissen müsst - rund um die neue Gaming-Plattform.

Abseits der Cloud: Game Passes im Überblick

Ihr hab bereits einen leistungsstarken Gaming-PC oder eine Konsole, beispielweise in Form der Xbox One? Sollte es euch nicht an Rechenpower, sondern vielmehr an Spielen mangeln, dann wäre einer der zahlreichen aktuell verfügbaren Game Passes womöglich die bessere Option. Diese funktionieren im Kern genau wie das Vorbild Netflix: Ihr zahlt eine monatliche Gebühr und im Gegenzug erhaltet ihr Zugang zu einer stetig wachsenden Bibliothek an Videospielhits.

Dabei gibt es diese Angebote für nahezu jede Plattform. Es spielt also keine Rolle, ob ihr primär auf eurem PC, eurer Konsole oder unterwegs auf dem Smartphone zockt. Der Hauptunterschied liegt meist in der verfügbaren Zahl an Spielen und somit natürlich auch unmittelbar dem Preis.

Verfügbare Spiele Preis (monatlich) Plattform Abonnieren
Xbox Game Pass 250+ 9,99 € PC, Xbox
Origin Access 250+ 3,99€/14,99 € PC
Uplay+ 100+ 14,99 € PC Im Ubisoft Store
Nintendo Switch Online 70+ 3,99 € Nintendo Switch
Apple Arcade 100+ 4,99 € Mac, iOS Im App Store

Beste Preis-Leistung: Xbox Game Pass

Der Xbox Game Pass mag zwar kein direkter Konkurrent von PlayStation Now sein, dennoch stellt er für all diejenigen eine äußerst attraktive Alternative dar, die nicht im Besitz der Konsole aus dem Hause Sony sind. Ihr erhaltet uneingeschränkten Zugriff auf inzwischen über 250 Spiele  diese könnt ihr entweder auf eurer Xbox One oder aber am PC zocken.

Für das PC-Abo sind momentan sogar nur 3,99 Euro pro Monat fällig, was den Dienst natürlich umso attraktiver macht. Auf der Konsole schlägt er mit 9,99 Euro im Monat zu Buche. Ihr könnt euch aber auch für den Game Pass in der Ultimate-Variante entscheiden. Dort zahlt ihr dann 12,99 Euro für Game Pass und Xbox Live Gold im Bundle. Aufgrund dieser flexiblen Preisstruktur und dem gebotenen Inhalt ist der Xbox Game Pass auch unser Preis-Leistungs-Sieger.

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Vorteile

  • Günstiger Preis (kombinierbar mit Xbox Live Gold)
  • Große Auswahl an Spielen
  • Sowohl für PC als auch für Xbox

Nachteile

  • Bisher wenig interessante Exklusivtitel

Für AAA-Zocker: Origin Access

Nicht nur Hersteller von Hardware wie Sony oder Microsoft, sondern ebenso Videospiel-Publisher bieten ihre Spiele längst im Netflix-typischen Abo an. EA bildet dabei keine Ausnahme und stellt es den Nutzern frei, ob sie die Spiele einmalig kaufen oder sie aber im Austausch für eine geringe monatliche Gebühr alle spielen möchten. Dabei bieten sie zwei verschiedene Modelle an: Basic und Premier.

Ersteres kostet 3,99 Euro im Monat und gewährt euch Zugriff auf über 240 Spiele aus dem Hause EA. Darunter auch die neuesten Ableger von FIFA oder Battlefield, jedoch könnt ihr diese nur in einem 10-Stunden-Trial spielen. Hier kommt Premier ins Spiel, denn dieses Abo gewährt euch unbegrenzten Zugriff auf sämtliche Neuveröffentlichungen. Daher ist hier auch der erhöhte Preis von 14,99 Euro im Monat fällig.

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Vorteile

  • Stetig wachsende Sammlung an EA-Exklusivtiteln
  • Vorabzugang zu neuen Spielen
  • 10 Prozent Rabatt auf Käufe im Origin Store

Nachteile

  • Hoher Preis für das Premier-Abo
  • Neue AAA-Releases nur im teureren Abo dauerhaft verfügbar

Für Mainstream-Gamer: Uplay+

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Ubisoft mit Uplay+. Dieses Abo für 14,99 Euro im Monat gewährt euch ebenfalls unbegrenzten Zugriff auf zahlreiche Ubisoft-Schätze. Dazu zählen so gut wie alle Ableger von Assassin’s Creed oder Far Cry. Insgesamt sind in dem Abo über 100 Titel samt der jeweiligen Premium-Editionen und den dazugehörigen DLCs enthalten. Im Vergleich zu Origin Access mag sich das zunächst nach sehr wenig anhören, aber wie heißt es so schön: Qualität statt Quantität.

Leider gibt es nur diese eine Version des Abos und daher wäre es ratsam, sich vorher im Detail darüber zu informieren, welche Spiele tatsächlich in Uplay+ enthalten sind. Je nachdem woran ihr interessiert seid, könnte sich diese Mitgliedschaft aber durchaus lohnen, zumal ihr auch verfrühten Zugang zu neuen Releases erhaltet.

Uplay+ kaufen*

Vorteile

  • Stetig wachsende Zahl an Ubisoft-Exklusivtiteln
  • Vorabzugang und Beta-Programme zu neuen Spielen
  • Abo enthält ebenso Premium-Editionen der Spiele inkl. DLCs

Nachteile

  • Aktuell nur wenig Spiele verfügbar
  • Preis-Leistung

Muss für Retro-Fans: Nintendo Switch Online

Dieser Kandidat ist streng genommen kein dedizierter Game Pass. Die meisten Besitzer einer Mitgliedschaft für Nintendo Switch Online nutzen sie wohl primär dafür, um Zugriff auf bestimmte Online-Funktionen in Spielen zu erhalten. Beispielsweise, um in Pokémon Schwert & Schild online mit anderen Spielern zusammen Raids bestreiten zu können. Ebenso werden eure Speicherstände in der Cloud gesichert.

Die Mitgliedschaft enthält inzwischen aber ebenso zahlreiche Retro-Klassiker der NES- und SNES-Konsole. Zu Beginn waren das etwa 20 an der Zahl, doch das Angebot wächst stetig und wird somit zunehmend interessanter für wahre Retro-Fans.

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Nintendo Switch Online: Neue kostenlose SNES Spiele inklusive Star Fox 2

Vorteile

  • Günstiger Preis
  • Wachsende Sammlung von Retro-Spielen
  • Zusatzfunktionen wie Online-Gaming und Cloud-Speicher

Nachteile

  • Insgesamt geringer Funktionsumfang

Ideal für unterwegs: Apple Arcade

Apple geht mit seinem im September 2019 gestarteten Abo-Service andere Wege: Zum einen ist es kein Streaming-Dienst, denn ihr könnt alle enthaltenen Spielen herunterladen und optional sogar offline zocken. Zum anderen sind die Games der Apple Arcade exklusiv und nicht im App Store oder auf Android erhältlich. Es gibt keine Nerv-Faktoren wie Lootboxen, Mikrotransaktionen oder versteckte Kosten. Für 4,99 Euro im Monat bietet Apple aktuell eine Auswahl von über 100 Spielen. Der erste Probemonat ist kostenlos und kann bis zu einem Tag vor Ablauf gekündigt werden.

Der iPhone-Hersteller fokussiert sich in der Arcade auf Puzzle-, Geschicklichkeits-, Adventure- und seichte RPG-Spiele aus dem Indie-Sektor. Das kinderfreundliche Angebot lässt sich auch mittels Familien-Account teilen. Schön, dass die Titel auf allen Apple-Geräten mit aktuellen Betriebssystemen (iOS 13, MacOS 10.15) laufen – egal ob iPhone, iPad, Apple TV oder Mac. Ältere Hardware bleibt jedoch außen vor.

Der wichtigste Titel der Apple Arcade ist das Action-Adventure Oceanhorn 2, das spielerisch und optisch stark an Zelda erinnert. Auch empfehlenswert: das Comic-RPG Yaga mit Diablo-Mechanik, kunterbunte Verfolgungsjagden in Agent Intercept und absurder Ballsport in What The Golf. Daneben warten Hüpfpassagen in Rayman Mini und Monomals sowie ein Kriminalfall in Tangle Tower. Viele Spiele bauen auf simple Touch-Steuerung, einige funktionieren auch mit Bluetooth-Controller, Dualshock 4 oder Xbox-Gamepad. Fazit: Mit einem Probemonat macht ihr nichts falsch.

Hier geht's zu Apple Arcade*

Vorteile

  • Günstiger Preis
  • Große Auswahl neuer Spiele verschiedener Genres
  • Steuerung per Controller möglich

Nachteile

  • Apple-exklusiv und nicht kompatibel mit Android- oder Windows-Geräten
  • Nicht kompatibel mit älterer Hardware (ab iOS 13 und Mac OS 10.15)
Apple Arcade: Spiele im Überblick.

Cloud-Gaming vs. Game Passes: Was passt am besten zu mir?

Ob ein Game Pass à la Netflix oder ein Cloud-Gaming-Dienst besser zu euch passt, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Ihr verfügt über die nötige Hardware, um sämtliche Spiele in bester Qualität genießen zu können, euch fehlt es aber an Games?

In diesem Fall lohnt sich ein reiner Cloud-Gaming-Dienst vermutlich eher weniger. Selbstverständlich kann und wird sich das binnen weniger Jahre ändern, dennoch wäre es zum aktuellen Zeitpunkt eher ein Downgrade. Klassisches Gaming hat unter anderem nämlich den Vorteil, dass ihr bei Bedarf auch offline spielen könnt. Hier ist ein Game Pass die bessere Wahl.

  • Eure Hardware ist bereits in die Jahre gekommen und eine Neuanschaffung ist euch zu teuer?

Hier könnte es durchaus sinnvoll sein, über Cloud-Gaming nachzudenken. Umso mehr, wenn ihr Zugang zu schnellem Internet habt. Die verhältnismäßig geringen monatlichen Kosten erscheinen gegenüber dem Preis eines neuen Gaming-PCs oder einer neuen Konsole mehr als attraktiv.

Cloud-Gaming-Abo als die Ideallösung?

Inzwischen scheinen sich die zahlreichen Abo-Strukturen auch zu vermischen und daher entstehen immer mehr Hybride – gutes Beispiel hierfür ist PlayStation Now. Diese Abo bietet euch einerseits eine Spiele-Flatrate und gleichzeitig könnt ihr Spiele sowohl auf eure Konsole als auch auf euren PC streamen. Dieses Rundumpaket erscheint als die logische Folge auf die bisherige Entwicklung und wir zukünftig wohl vermehrt in dieser Form auftauchen.

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