Einkaufen in Pandemiezeiten ist nicht einfach: Vieles geht online – aber auch da nicht immer reibungslos. Bekleidungshersteller H&M, von dem nahezu jeder ein Teil im Schrank hat, will jetzt an einer Lösung arbeiten, die nicht nur den Online-Einkauf verbessern soll.

 

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H&M entwickelt „digitale Umkleidekabine“

Zusammen mit dem deutschen Virtual-Reality-Unternehmen NeXR entwickelt das schwedische Textilhandelsunternehmen H&M eine „digitale Umkleidekabine“, deren Prototyp noch in diesem Jahr einsatzbereit sein soll. Als Kooperationspartner tritt auf der Seite von H&M das Innovationszentrum H&Mbyond mit Sitz in Berlin auf.

In der „digitalen Umkleidekabine“ sollen Kunden Kleidungsstücke virtuell anprobieren können – und zwar an sich selbst und zuhause: Dafür muss man allerdings mindestens einmal in einem echten H&M-Ladengeschäft gewesen sein. Dort entsteht nämlich das dreidimensionale Abbild des eigenen Körpers. Kunden sollen sich in ausgewählten Stores dann „scannen lassen und erhalten ihren persönlichen Avatar, ein exaktes digitales Ebenbild. Mithilfe einer App können passende Styles am eigenen Avatar anprobiert werden, um somit die Kaufentscheidung zu festigen“, heißt es in einer Pressemitteilung von NeXR. NeXR bringt in die Kooperation der Unternehmen den hauseigenen 3D-Fotogrammetrie-Scanner ein.

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Nie mehr Warten vor der Umkleide?

Bild: NeXR

Noch ist unklar, in wie vielen Ladengeschäften es noch in diesem Jahr möglich sein wird, einen 3D-Avatar erstellen zu lassen.

Absehbar ist, dass eine App zur Anprobe nicht nur auf dem heimischen Sofa nützlich sein könnte: Sind Umkleiden nach Abklingen der Pandemielage erst einmal wieder voll, könnte die Anwendung auch im Laden selbst eine Hilfe sein, um die Auswahl einzuschränken oder direkt zu entscheiden. Apropos einschränken: H&M dürfte sich von der virtuellen Anprobe auch erhoffen, dass sie die Anzahl der Rücksendungen bei Onlinebestellungen verringert.