Die Grafikkarten-Preise befinden sich bereits seit etlichen Monaten jenseits von Gut und Böse – doch die Situation scheint noch schlimmer zu werden. Neue Zahlen zeigen, dass vor allem Nvidia-Karten in den letzten Wochen noch teurer geworden sind, AMD dürfte in naher Zukunft ebenfalls die Preise weiter erhöhen – aus gutem Grund. 

 
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Grafikkarten-Preise: Nvidia-Modelle werden noch teurer

Für PC-Spieler gibt es eine weitere Hiobsbotschaft. Bereits in den letzten Wochen und Monaten sind die Preise für Grafikkarten konstant weiter gestiegen und auch die aktuellen Zahlen der Experten von 3DCenter zeigen, dass vor allem Nvidia-Karten in letzter Zeit noch teurer geworden sind. 

Im Schnitt werden die RTX-3000-Grafikkarten nun 95 Prozent über dem offiziellen UVP gehandelt – sie sind also fast doppelt so teuer. Bei AMD-Karten hingegen scheint sich die Lage gerade etwas zu entspannen. Nach 3 Monaten fallen die Preise erstmals wieder von 201 Prozent des UVP auf „nur“ 190 Prozent der Preisempfehlung. Doch das dürfte sich bald wieder ändern.

Grafikkartenpreise von aktuellen AMD- und Nvidia-Modellen im zeitlichen Verlauf
Grafikkartenpreise von aktuellen AMD- und Nvidia-Modellen im zeitlichen Verlauf (Bild: 3DCenter).

Und was ist sonst noch in der Gaming- und Technikwelt passiert? Wir verraten es euch kurz und knapp in den GIGA Headlines: 

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Preissturz bei AMD-Grafikkarten wahrscheinlich nur von kurzer Dauer

Wie aus aktuellen Leaks hervorgeht, scheint AMD die Preise aller Karten mit RDNA-2-Architektur um etwa 10 Prozent zu erhöhen. Je nach Modell soll das einen Preisanstieg von 20 bis 40 US-Dollar zur Folge haben. Diese Kosten müssen die Board-Partner direkt bezahlen, welche die Custom-Modelle der Grafikkarten anfertigen. Da jedoch davon auszugehen ist, dass diese die Kosten an die Kunden weiterreichen werden, sollten alle PC-Spieler in den kommenden Wochen mit einem entsprechenden Preisanstieg rechnen.

Laut der Insiderquelle soll AMD die Preise erhöht haben, da die Fertigungskosten von TSMC, AMDs Chiphersteller, in letzter Zeit ebenfalls immer weiter gestiegen sind. Ob in Zukunft auch die Preise für die Ryzen-5000-Prozessoren steigen werden, die ebenfalls auf das 7-nm-Fertigungsverfahren von TSMC setzen, bleibt abzuwarten.