In einer Sondersendung widmet sich RTL den Gefahren für Kinder im Internet. Das Spezial wird erst seit kurzer Zeit angekündigt, denn die Hintergründe und Recherchen haben in mehreren Fällen die Polizei auf den Plan gerufen. Für die Ausstrahlung geht der Sender ungewohnte Wege.

RTL ermittelt mögliche Sexualstraftäter bei Recherchen

RTL zeigt am Montag, 8. März, zur besten Sendezeit ein brisantes Spezial: Unter dem Titel „Angriff auf unsere Kinder und was WIR dagegen machen können!“ thematisiert der Kölner Sender Gefahren für Kinder, die online auf sie lauern können – und wie mehr Sicherheit geschaffen werden kann. Moderator Steffen Hallaschka widme sich dem „hochsensiblen und gleichzeitig massiv unterschätzen Thema“ in einer zweieinhalbstündigen Sendung, kündigt der Sender an. Gezeigt wird das Format ab 20:15 Uhr.

Für das Spezial hat man Schauspieler als Online-Lockvögel gecastet und mit ihrer Hilfe erschreckende Einsichten gewonnen: Innerhalb von nur 3 Tagen erreichten die vorgeblich Minderjährigen über 500 übergriffige Nachrichten. Auch Bilder und Anfragen für persönliche Treffen soll es mehrfach gegeben haben. So oft und so eindeutig, dass man mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitete. Das Experiment habe die schlimmsten Befürchtungen der Redaktion übertroffen.

Aufgrund der Recherchen von RTL seien gegen 19 Männer, die im Zuge des Experiments identifiziert wurden, Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, erklärt der Sender. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie groß die Gefahren für Kinder im Internet sind. Es war absolut erschreckend, wie zahlreich die Übergriffe im Chat waren und wie zielstrebig die Täter dabei vorgegangen sind“, so Hallaschka.

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Sender verzichtet bei brisantem Thema vollständig auf Werbung

Weil RTL der Brisanz des Themas Rechnung tragen möchte, soll keine Werbung gezeigt werden. Man wolle am Montagabend „und den Tagen darauf“ die Aufmerksamkeit auf das unterschätzte Thema lenken, so RTL-Geschäftsführer Henning Tewes. Gleichzeitig gehe es darum, zu zeigen, wie Eltern ihre Kinder schützen können.

Als Gesprächspartner sind unter anderen Lydia Benecke, Autorin und Kriminalpsychologin mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Gewalt- und Sexualstraftaten, Julia von Weiler, Diplom-Psychologin und Leiterin „Innocence in Danger e.V.“ sowie der Vater eines Opfers geladen. Es wird außerdem eine telefonische Hotline für weitere Informationen geben.