Bedingt durch die Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen in den eigenen vier Wänden. Einer Untersuchung zufolge klagen dabei nicht wenige Personen über neue gesundheitliche Probleme. Dabei sind deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen.

 

Coronavirus: News und Tipps & Tricks, wie ihr die Zeit zu Hause übersteht

Facts 

Arbeit im Home-Office bringt neue Probleme

Einer Untersuchung von Forsa zufolge klagen immer mehr Beschäftigte im Home-Office über Verspannungen sowie Rücken- und Kopfschmerzen. 36 Prozent der Befragten berichten dabei von Problemen, die sie vorher nicht hatten. Schwierigkeiten seien dabei vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Arbeitsplatz im Heimbüro weniger ergonomisch eingerichtet ist. Frauen klagen dabei deutlich häufiger über Probleme als Männer.

Auch krankheitsbedingte Abwesenheiten häufen sich. Der Krankenkasse DAK-Gesundheit zufolge sind Krankheitstage wegen Rückenschmerzen im Jahr 2020 um 7 Prozent gestiegen, wie die FAZ berichtet.

Die Arbeit im Heimbüro in der Corona-Pandemie hat dabei aber nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit. Der Untersuchung zufolge geben 32 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Arbeitszeiten verändert haben. Im Heimbüro werde tendenziell eher länger und zu eher „untypischen“ Zeiten wie spät am Abend oder am Wochenende gearbeitet. Als Grund wird angegeben, dass eine räumliche Trennung zwischen Arbeit und Privatleben wegfällt. Das wiederum kann das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen.

Tipps für den Alltag in der Pandemie haben wir hier im Video gesammelt:

Coronavirus: 8 Tipps für den Alltag

Home-Office mit mangelnder IT-Ausstattung

Geklagt wird zudem über eine mangelnde Ausstattung im Home-Office. Der Bildschirm sei zu klein und das Internet zu wenig stabil. Das wirkt sich auch auf die Ergebnisse der Arbeit aus. Es muss mehr Energie aufgewendet werden als im Büro. Gadgets, mit denen Abhilfe geschaffen werden kann, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.

Hinzu kommen Störungen durch andere Angehörige des Haushalts oder Nachbarn – wobei es in manchen Büros sicher nicht immer flüsterleise zugeht. Rund 30 Prozent der Befragten fühlen sich im Home-Office häufiger bei der Arbeit gestört.