Huawei erhebt schwere Vorwürfe: USA sollen nicht nur politisch angreifen

Peter Hryciuk

Huawei steht in der Schusslinie der USA. Das chinesische Unternehmen hat nun eine Liste von Vorwürfen gegen die US-Regierung veröffentlicht, die nichts mehr mit einem reinen Bann der Geschäftsbeziehungen zu US-Unternehmen zu tun haben.

Huawei erhebt schwere Vorwürfe: USA sollen nicht nur politisch angreifen
Bildquelle: GIGA – Huawei P30 Pro.

Huawei: USA führen Cyber-Attacken gegen uns durch

Der Kampf der USA gegen Huawei erreicht offenbar eine neue Stufe. Das chinesische Unternehmen hat in einer Pressemitteilung erklärt, wie die US-Regierung Huawei, dessen Mitarbeiter und Partner angeht – berichtet The Verge. Folgende Punkte werden aufgeführt:

  • Strafverfolgungsbehörden sollen laut Huawei aktuelle und ehemalige Mitarbeiter bedrohen und dazu bringen, sich gegen das Unternehmen zu richten.
  • Es soll laut Huawei unrechtmäßige Durchsuchungen und Inhaftierungen von Huawei-Mitarbeitern und -Partnern geben.
  • Es soll versucht worden sein, Mitarbeiter ins Unternehmen einzuschleusen und so Anschuldigungen gegen Huawei zu erheben.
  • Die US-Regierung soll Cyber-Attacken durchführen, um das Intranet und die internen Informationssysteme von Huawei zu infiltrieren.
  • FBI-Agenten sollen zu Häusern von Huawei-Mitarbeitern geschickt worden sein, um Druck auf sie auszuüben und Informationen von ihnen zu erhalten. Es wurden zudem Unternehmen gesucht, die im Konflikt mit Huawei stehen, um Anschuldigungen zu finden.
  • Ermittlungen sollen aufgrund von falschen Medienberichten eingeleitet worden sein.
  • Alte Zivilverfahren, die schon beigelegt waren, wurden laut Huawei ausgegraben, um die Behauptungen über Technologiediebstahl untermauern zu können.
  • Es soll Behinderungen der alltäglichen Geschäftstätigkeit durch Einschüchterung, Verweigerung von Visa, Zurückhalten von Sendungen und Ähnlichem geben.

Das alles klingt wie nach einem Hollywood-Film. Laut Huawei versucht die US-Regierung also nicht nur durch einen Bann die Geschäftsbeziehungen mit US-Unternehmen zu torpedieren, sondern geht auch direkt gegen das Unternehmen vor. Wir wissen natürlich nicht, ob die Vorwürfe stimmen und ob die Cyber-Attacken Erfolg hatten. Das geht aus dem Statement nicht hervor. Man sollte generell alle Angaben mit Vorsicht genießen.

US-Konflikt: Huawei steht noch ein langer Weg bevor

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Huawei hat kürzlich erklärt, dass der US-Bann sich nicht in wenigen Wochen oder Monaten lösen lässt. Kunden des Unternehmens sollen sich da keine falschen Hoffnungen machen. Die neuen Smartphones Huawei Mate 30, Mate 30 Pro und Mate 30 Lite, die am 19. September in München vorgestellt werden, sollen ohne Google-Lizenz erscheinen und demnach keine Google-Apps, -Dienste und Play Store enthalten. Der Verkauf in Europa wird dadurch erschwert. Insgesamt sollen die Folgen für Huawei aber nicht so dramatisch sein, wie man vermuten würde.

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