Huawei will weiter Smartphones bauen, muss sich durch die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Chips aber etwas einfallen lassen. Neue Smartphones, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen, bekommen also einen anderen Prozessor, als man es sonst von Huawei-Geräten gewöhnt ist.

 
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Huawei setzt vermehrt auf Qualcomm-Chips

Wer sich früher ein Huawei-Smartphone gekauft hat, der hat damit auch einen Kirin-Prozessor bekommen. Huawei hat die Chips selbst entwickelt und an die eigenen Bedürfnisse der Smartphones angepasst. Durch die US-Sanktionen ist das kaum mehr möglich. Huawei bekommt nicht genug Bauteile, um die Chips selbst zu fertigen und muss deswegen umsteigen. Die meisten neuen Smartphones, die Huawei auf den Markt bringen wird, werden also mit einem Qualcomm-Chip ausgestattet sein (Quelle: GizChina).

Da Huawei aber keine 5G-Technologie einsetzen darf, musste Qualcomm dafür die eigenen Prozessoren speziell umbauen. So wird Huawei von Qualcomm High-End- und Mittelklasse-Chips mit 4G-Modems erhalten, die sonst kein anderer Hersteller auf der Welt verbaut. Macht ja auch keinen Sinn, denn 5G ist der neue Standard, den die Menschen kaufen, da er zukunftssicherer ist. Huawei ist aber gezwungen, einen Snapdragon 888 oder 778G mit 4G-Modem zu nehmen.

Würde Huawei nicht auf 4G-Chips von Qualcomm umsteigen, könnte das chinesische Unternehmen vermutlich kaum mehr Smartphones bauen. Es soll zwar vereinzelt noch Smartphones mit Kirin 9000 geben, doch die werden wirklich rar sein. Hier soll dann auch ein 5G-Modem verbaut sein.

Huawei Nova 9 kommt bald nach Deutschland

Huawei Nova 9 Pro: Preis-Leistungs-Kracher mit HarmonyOS 2.0

Für Huawei wird es in diesem Monat noch einmal interessant. Statt des Mate 50 soll ein Nova 9 nach Deutschland kommen. Es wird das erste Smartphone mit HarmonyOS werden, das hier wirklich gekauft werden kann. Bisher ist das neue Betriebssystem nur auf dem Tablet und der Smartwatch verfügbar.