Wer bei Ikea einkauft oder Online-Bestellungen aufgibt, stellt fest: So einfach wie bisher ist es oft nicht mehr, an die Produkte der Möbelkette zu kommen. Auch Ikea sieht das Problem. Um es zu lösen, will man nun kurzerhand die Auswahl verkleinern.

 

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Ikea streicht hunderte Produkte

Die Möbelkette Ikea wird mehrere hundert Produkte aus dem Verkauf nehmen. Ironischerweise – zumindest auf den ersten Blick – will man damit die Verfügbarkeit des Ikea-Angebots sicherstellen. Geplant ist der harte Strich für das Jahr 2022. Dann werden wohl rund 600 Artikel aus den Regalen und dem Onlineshop verschwinden (Quelle: Wirtschaftswoche).

Grund für diesen Schritt ist die anhaltend sehr hohe Nachfrage bei Ikea, kombiniert mit internationalen Lieferschwierigkeiten – auch im Zuge der Pandemie. Vor allem bei Lieferungen, die in Asien produziert und dann verschifft werden, kann es derzeit knapp und für Ikea teuer werden. Geplant sei „eine Reduzierung des gesamten Sortimentsvolumens in Europa um rund fünf Prozent und in Nordamerika um rund vier Prozent“, so eine Sprecherin der Möbelkette. Die Wirtschaftszeitung rechnet mit rund 12.000 Artikeln, die Ikea im Normalfall insgesamt anbieten soll. Davon ausgehend werden rund 600 unterschiedliche Produkte im kommenden Jahr nicht verkauft.

Der Konzern will auf Teile des Sortiments verzichten, um insgesamt lieferfähig zu bleiben. Leere Regale in den Möbelhäusern und lange Lieferfristen hofft man so umgehen zu können und eine „höhere Produktverfügbarkeit“ zu erreichen, heißt es. Freilich trifft das dann aber nur auf die Artikel zu, die nicht der Streichung zum Opfer fallen. Über die genaue Zahl der Produkte und welche es sein werden, äußerte sich Ikea nicht.

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Kunden von Ikea können aufatmen

Trotzdem können Kunden wohl einigermaßen beruhigt sein. Zwar ist nicht auszuschließen, dass Käuferinnen und Käufer auf manche Produkte verzichten müssen. Doch dass Ikea die „Kassenschlager“ aus dem Sortiment nimmt, ist unwahrscheinlich. Stattdessen wird man eher selten gekaufte Produkte streichen und so mehr Platz für nachgefragte Artikeln in den Containern schaffen.

Außerdem werden die Produkte zunächst auf Zeit aus dem Sortiment genommen. Was nicht vermisst wird, steht danach zwar wohl kaum vor einem Comeback, aber ein endgültiges Aus ist das derzeit für keinen der betroffenen Artikel.