Wer auf ein iPad Pro oder gar ein MacBook Pro mit OLED-Bildschirm spekuliert, der muss sich noch in Geduld üben. Apple braucht dafür noch Jahre, doch das ärgerliche Schneckentempo hat einen guten Grund, wie eine neue Meldung verrät.

 
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Immer wieder mal gab es Gerüchte und Berichte bezüglich des Einsatzes von OLED-Bildschirmen in iPads und MacBooks. Bis heute wurde nichts davon umgesetzt. Warum eigentlich? Schließlich ist die OLED-Technologie doch nicht wirklich neu, warum also braucht Apple dafür so viel Zeit?

iPad Pro nur mit neuer OLED-Technik

Die Erklärung: Apple möchte sich nicht mit der bisherigen Technologie zufrieden geben, sondern gerne eine sogenannte zweischichtige Tandemstruktur beim OLED-Panel realisieren (Quelle: The Elec). Darunter verstehen wir zwei Schichten roter, grüner und blauer Emissionslagen. Im Ergebnis gibt’s deutlich hellere Displays für etwaige iPads und MacBooks mit bis zu doppelter Leuchtdichte. Ferner könnte die Lebensdauer des Panels so um das Vierfache verlängert werden. Im Unterschied dazu verwenden bisherige OLED-Bildschirme, wie sie zum Beispiel auch beim iPhone zu finden sind, nur eine Ein-Stapel-Struktur.

Noch mal grundsätzlich – OLED oder LCD? Im Video erklären wir die Unterschiede:

LCD vs. OLED: Was ist wirklich besser? – TECHfacts Abonniere uns
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Noch befindet man sich in der Frühphase in der Entwicklung und in entsprechenden Gesprächen mit Samsung und LG. Bis zur Serienreife werden noch Jahre vergehen. Ursprünglich hoffte man schon aufs nächste Jahr, doch 2022 ist noch immer viel zu früh und daher längst vom Tisch.

Apples möglicher Zeitplan

Nach aktuellen Erkenntnissen könnte man nun wohl frühestens in den Jahren 2023 oder 2024 mit einem iPad Pro mit OLED-Bildschirm rechnen. Noch länger dauert es beim MacBook (Pro). Dem Report zufolge werden wir einen solchen Laptop erst im Jahr 2025 sehen, eventuell aber noch später.

Kurzum: Apple strebt nach Perfektion und möchte sich nicht mit alter Technik zufrieden geben. Dies kostet Zeit. Derweil begnügt man sich mit Mini-LED als günstige „Zwischenlösung“ und forscht ferner alternativ auch an Micro-LEDs (Quelle: Nikkei Asia).