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Mehr Auswahl an der Tankstelle: Öko-Diesel steht fast nichts mehr im Weg

An der Zapfsäule kann es bald mehr Auswahl geben. (© IMAGO / Nikito)

Benzin, Super E10, besonders hohe Oktanzahlen, Diesel – über mangelnde Auswahl können sich Autofahrer an der Zapfsäule eigentlich nicht beklagen. Jetzt soll noch mehr dazu kommen. Ein wirklich neuer Kraftstoff ist es zwar nicht, trotzdem bieten sich für Diesel-Fahrer ganz neue Möglichkeiten.

Mehr als Diesel-Beimischung: Kraftstoff aus Speiseöl zu 100 Prozent erlaubt

Paraffinische Kraftstoffe sind nicht gerade das Erste, woran man beim Wort Diesel denkt. Dabei kann Diesel, der aus Altspeiseöl gewonnen wird – genau darum handelt es sich bei paraffinischen Kraftstoffen –, bereits heute dem klassischen Kraftstoff beigemischt werden. Das macht Fahrten mit dem Diesel-Verbrenner etwas nachhaltiger, da der Treibstoff zuvor schon einmal genutzt wurde.

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In Zukunft sollen Diesel-Fahrerinnen und -Fahrer auch zu 100 Prozent aus Speiseöl-Resten hergestellten Diesel tanken können. Das teilte das Bundesumweltministerium nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss jetzt mit (Quelle: Tagesschau).

Als Rohstoff für die Raffinerie entsprechender Diesel-Kraftstoffe kann etwa bereits genutztes Frittierfett verwendet werden. Die Herstellung ist aber auch aus Erdgas möglich. Diesen Weg – die Herstellung aus fossilen Quellen – will die Bundesregierung in Zukunft nicht mehr fördern, um so einen zusätzlichen Anreiz für die nachhaltigere Diesel-Alternative zu schaffen.

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Für Autofahrerinnen und -fahrer soll in Zukunft klar erkennbar sein, aus welchen Quellen der Diesel stammt: „Um Schäden an den Fahrzeugen durch falsche Betankung zu vermeiden, verpflichtet die neue Verordnung Tankstellenbetreiber, Verbraucherinnen und Verbraucher einheitlich zu informieren“, erklärt das Umweltministerium.

Klimaneutral, wie etwa mit E-Fuels, die zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammen, oder Batterieantrieb, fahren Diesel-Fahrzeuge mit dem neuen Kraftstoff aber nicht. Trotzdem könnte ein hoher Anteil die Umweltbelastung durch die Bestandsflotte der Verbrenner verringern.

Bei der Fahrt wirklich klimaneutral sind nur E-Autos, die vollständig mit grünem Strom geladen werden:

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Zu wenig Frittenfett? Diesel-Revolution muss Mengen-Problem lösen

Das Problem: Auch wenn 100-prozentiger, paraffinischer Diesel erlaubt ist, stimmt das Angebot noch nicht: Dem Umweltministerium zufolge würde bereits praktisch das komplette Speisealtöl in Deutschland für die Diesel-Beimischung genutzt. Um jetzt auf vollständig daraus generierten Diesel umzusteigen, fehlt der nötige Rohstoff.

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An den internationalen Märkten hingegen gebe es ausreichend Vorprodukte, um im deutschen Verkehr einen Unterschied zu machen.

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