Nicht nur Apple hat mit der Zero-COVID-Politik der chinesischen Regierung zu kämpfen. Auch Xiaomi bekommt die Auswirkungen deutlich zu spüren, wie neueste Geschäftszahlen verdeutlichen. Ein massiver Verlust steht in den Büchern.

 
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Xiaomi: ZeroCovid führt zu Umsatz-Rückgang

Während Apple mit umfangreichen Problemen bei der Produktion seiner iPhones und MacBooks zu kämpfen hat, macht sich die harte Zero-COVID-Politik der chinesischen Regierung auch beim Android-Konkurrenten Xiaomi bemerkbar. Ganz geschlossene oder nur auf Sparflamme laufende Produktionsstätten sorgen dafür, dass der Hersteller keine guten Quartalszahlen vorlegen konnte.

„Die Covid-Pandemie in China hat unseren Betrieb und unsere Logistik stark beeinträchtigt“, erläutert Xiaomi-Präsident Wang Xiang. Zudem sei die Bereitschaft der Verbraucher zuletzt gesunken, sich für ein neues Handy zu entscheiden. Weltweit stehe Xiaomi außerdem vor „logistischen Problemen“.

In den Monaten Januar bis März 2022 hat Xiaomi einen Nettoverlust von umgerechnet rund 83 Millionen Euro zu beklagen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2021 stand noch ein Gewinn von 1,1 Milliarden Euro in den Büchern. Fest steht aber auch, dass Xiaomi massiv investiert hat, was den Gewinn natürlich nach unten drückt.

Der weltweite Gesamtumsatz lag im ersten Quartal des Jahres bei 10,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (Quelle: Bloomberg).

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Chip-Chef mit düsterer Handy-Prognose

Für Xiaomi und andere Hersteller hat Zhao Haijun als Vize-CEO des chinesischen Halbleiter-Konzerns SMIC keine guten Nachrichten. Ihm zufolge könnten die Corona-Lockdowns und der russische Krieg in der Ukraine den weltweiten Smartphone-Absatz in diesem Jahr um etwa 200 Millionen Einheiten verringern. Chinesische Produzenten müssten laut Haijun im Vergleich den größten Einbruch schultern.