Nach drei Jahren ist die Entscheidung gefallen. Das nächste Land verbannt Huawei und macht es dem chinesischen Unternehmen damit unmöglich, am Ausbau des neuen 5G-Netzes teilzunehmen. Die Entscheidung trifft aber auch andere chinesische Hersteller und hat weitere Folgen.

 
Huawei
Facts 

Huawei in Kanada gebannt

Während die USA bereits vor drei Jahren einen Bann gegen Huawei ausgesprochen und bei dem chinesischen Unternehmen damit massive Probleme ausgelöst hat, folgt nun nach reiflicher Überlegung und Abstimmung mit Alliierten auch Kanada. Der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Marco Mendicino, hat diesen Schritt offiziell gemacht. Der Bann trifft aber nicht nur Huawei, sondern auch das chinesische Unternehmen ZTE. Grund sind Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit (Quelle: Bloomberg).

Konkret geht es um Telekommunikationssysteme. Telekommunikationsunternehmen in Kanada dürfen demnach keine Netzwerke, Produkte und Dienstleistungen mehr von Huawei oder ZTE nutzen. Wenn solche Unternehmen bereits Hardware von den beiden chinesischen Unternehmen verwenden, muss die Verwendung gestoppt und die Hardware oder Software ausgetauscht werden.

Für Huawei ist das natürlich ein großer Rückschlag. Das Unternehmen wird damit nicht nur keine Hardware in Kanada mehr verkaufen können, sondern auch zukünftig vom Netzausbau neuer Mobilfunknetzwerke wie 5G, 6G und so weiter ausgeschlossen. Auch die lukrativen Dienstleistungen, die damit einhergehen, entfallen. Für Huawei, aber auch ZTE wird es damit immer schwerer, am Markt zu bestehen.

Zubehörhersteller müssen für Huawei neue Produkte entwickeln, um die Smartphones komplett zu machen:

Huawei P50 Pro: 5G mit Hülle von Soyealink nachrüsten

Huawei macht einfach weiter

Während Huawei mit immer größeren Problemen zu kämpfen hat, macht das Unternehmen einfach weiter, als nichts wäre. Erst kürzlich wurden mehrere Smartwatches und ein faltbares Smartphone vorgestellt. Dass besonders Smartphones ohne Google-Dienste kaum mehr gekauft werden, hindert Huawei aber nicht daran, hohe Preise zu verlangen. So kostet das Falt-Handy stolze 1.999 Euro. Ob man dafür noch Käuferinnen und Käufer findet? Wir wagen es zu bezweifeln, zumal die Hardware doch schon etwas veraltet ist.