Die Automobilbranche stellt sich auf das Ende des Verbrenners ein. Jetzt geht auch eine der wenigen Marken einen elektrischeren Weg, die bisher noch sehr zögerlich in punkto E-Autos war: Mazda. Doch ein echtes Bekenntnis zum E-Auto sieht ganz anders aus.

Trotz E-Auto-Boom: Mazda schärft nach, bleibt aber zurückhaltend

Bis 2030 will Mazda seine Strategie zur Elektrifizierung auf neue Füße stellen. Dafür hat der Hersteller aus Japan jetzt einen neuen Drei-Phasen-Plan vorgelegt, dessen erster Schritt bereits läuft:

  • Phase 1 2022 bis 2024: Mazda will „gegenüber Veränderungen im Geschäftsumfeld widerstandsfähiger“ werden. Erreichen will man das mit Investitionen in technische Entwicklung und Lieferketten sowie durch Kostensenkungen.
  • Phase 2 2025 bis 2027: Speziell in den europäischen Märkten will man angesichts schärfer Regulierung das Elektro-Portfolio besser aufstellen. Laut Mazda gehört dazu, die Produktion technisch zu verbessern und neue elektrische Modelle zu etablieren. Welche das sein werden oder wann genau sie kommen, bleibt offen.
  • Phase 3 2028 bis 2030: Hier soll der „Übergang zur Elektrifizierung“ abgeschlossen werden. Was wir uns darunter vorzustellen haben, klärt Mazda nicht auf. Ein Ende des Verbrennungsmotors bis 2030 dürfte nicht gemeint sein, denn der Hersteller will weiter auf seinen „Multi-Solution-Ansatz“ setzen (Quelle: Mazda).

Deutlicher wird Mazda in der englischen Pressemitteilung: Dort ist die Rede davon, dass Mazda bis 2030 einen Anteil von 25 bis 40 Prozent E-Autos am Gesamtverkauf anpeilt. Es ist daher davon auszugehen, dass Mazda weiterhin eine breite Palette an Antrieben anbieten will.

Vom Verbrenner-Aus bei den Japanern kann wohl noch keine Rede sein. Stattdessen sollen weitgehende Kooperationen zur Entwicklung neuer Antriebe beitragen. E-Auto-Batterien will man etwa weiter von Panasonic beziehen, könnte in Zukunft aber auch selbst in die Entwicklung einsteigen.

Neben der Reichweite kommt es beim E-Auto-Verbrenner-Vergleich vor allem auf den Preis an:

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Mazdas einziges E-Auto zeigt, was schief läuft

Bisher enttäuscht die japanische Marke Kunden ziemlich herb, wenn sie nach einem E-Auto suchen. Das einzige Modell, der Mazda MX-30 e-Skyactiv EV, ist technisch abgeschlagen. Nach Herstellerangaben sind gerade mal 200 km Reichweite mit dem E-SUV drin. Der Realitätscheck vom ADAC ergab unter schlechten Bedingungen hingegen nicht einmal 100 km. Da gibt es heute schon Plug-In-Hybride, deren rein elektrische Reichweite besser ist.