Obwohl schon seit Jahren Facebook der baldige digitale Tod prophezeit wird, erfreut sich das soziale Netzwerk auch heute noch großer Beliebtheit und hat in all den Jahren einige Konkurrenten in den Ruin getrieben. Ein Rivale will es jetzt noch einmal wissen – und setzt dabei besonders stark auf Nostalgie.

 

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VZ: StudiVZ-Nachfolger als Facebook-Alternative?

Erinnert ihr euch noch an Studi-, Schüler- und MeinVZ? Die sozialen Netzwerke erfreuten sich vor etwa 10-15 Jahren riesiger Beliebtheit. Doch als Facebook in Deutschland so richtig durchstartete, entwickelten sich die VZ-Seiten schnell zu digitalen Einöden und verschwanden von der Bildfläche.

Ende Juni 2020 sollen nun auch MeinVZ und StudiVZ endgültig vom Netz gehen – doch die Köpfe hinter den VZ-Seiten wollen es noch einmal wissen.

Mit dem schlichten Namen „VZ“ starten die Macher jetzt noch einmal einen Versuch, das alte Konzept neu aufleben zu lassen – und setzen dabei bewusst auf Nostalgie. Daten aus den alten Netzwerken wie etwa Fotos können ehemalige Nutzer noch bis zum 30. Juni auf die neue Plattform importieren – danach werden alle digitalen Überbleibsel der Studi- und MeinVZ-Seiten komplett gelöscht, wie Spiegel berichtet.

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Mit wenigen Schritten macht ihr euren Facebook-Account sicherer. Wir zeigen euch, wie:

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VZ: Das bietet das Nostalgie-Netzwerk

Schon die Startseite sorgt dafür, dass man als VZ-Veteran an alte Zeiten erinnert wird: Mit „Wir gruscheln dich“ wird man auf der neuen Homepage von VZ begrüßt. Der Schwerpunkt soll erneut auf den berühmt-berüchtigten Gruppen liegen, die Kenner der Seiten bereits bestens kennen. Darunter finden sich Klassiker wie „Brot kann schimmeln – was kannst du?“ und „Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem“.

Sollte man Facebook lieber den Laufpass geben? In der Redaktion sind wir geteilter Meinung:

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Facebook löschen? Das sagt die GIGA-Redaktion

Dazu gesellt sich die altbekannte Chatfunktion, der Buschfunk, ein Forum, ein Blog-Channel, eine Plaudergruppe und einen Eventkalender. Wirkliche Innovationen sucht man hier also vergebens, daher darf man auch skeptisch sein, ob das neue VZ sich als ernstzunehmende Facebook-Konkurrenz etablieren oder doch nur wieder ein Schattendasein fristen wird.