Auf Smartphones von Samsung findet man allerlei verschiedene Apps. Wenn man aber ein Update durchführt und plötzlich auf einem europäischen Smartphone angezeigt wird, dass Apps aus Russland installiert werden, die dort wohl vorgeschrieben sind, dann sollte man beunruhigt sein. Genau das ist jetzt passiert.

 

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Samsung veröffentlicht fehlerhaftes Update mit russischen Apps

So einen Fehler will man nicht am eigenen Leib erleben. In Großbritannien hat sich jemand ein gebrauchtes Samsung Galaxy Z Fold 2 (zum Test) gekauft und ein Software-Update durchgeführt. In der Beschreibung des Updates gibt Samsung immer an, welche Änderungen durchgeführt werden. Da ist dem neuen Besitzer dann aufgefallen, dass dort irgendwas mit „verpflichtenden Apps der Regierung der Russischen Föderation“ steht. Aus Angst hat sich der Mann an Samsung gewandt und nach diversen Anlaufstellen eine Erklärung erhalten, berichtet die BBC.

Demnach hat Samsung in Großbritannien für einige Nutzerinnen und Nutzer das falsche Software-Update ausgespielt, das eigentlich für Russland gedacht war. Seit April 2021 gelten in Russland bestimmte Regeln, an die sich Samsung halten muss. Die Veröffentlichung des Updates mit den Zwangs-Apps und anderen Änderungen in Großbritannien war ein Fehler und dafür hat sich das Unternehmen auch bei den betroffenen Personen entschuldigt.

Sicherheitsexperten kritisieren das Vorgehen von Samsung. Man wisse nicht, wie viele Nutzerinnen und Nutzer das falsche Update erhalten haben. Samsung sagt zwar, dass angeblich keine Apps aus Russland auf den Geräten installiert wurden, die betroffenen Geräte zeigen aber weiterhin an, dass die falsche Software dort noch installiert sind. Änderungen im Hintergrund könne man gar nicht sehen. Der Fall bleibt also offen.

Die neuen Falt-Smartphones von Samsung im Video vorgestellt:

Samsung Galaxy Z Fold 3 & Z Flip 3 im Hands-On: Noch nicht ganz Mainstream

Falsche Software-Updates passieren nicht nur Samsung

Es ist nicht das erste Mal, dass ein falsches Software-Update an Smartphones geschickt wird. Bei diversen Herstellern ist so etwas schon passiert. Dann bekommt man im besten Fall nur ein Update für eine andere Region, die nichts kaputtmacht. Es gab aber schon Fälle, wo die Handys durch das Update beschädigt wurden. An dieser Story ist halt brisant, dass Zwangs-App der russischen Regierung installiert wurden. Das sollte Samsung in Europa nicht wieder passieren.