E-Auto-Fans in Deutschland haben einen gezielten Schuss vor den Bug bekommen: Der Umweltbonus sinkt und wird wohl deutlich früher wieder abgeschafft werden als bisher geplant. Die Frage der Stunde: Wie geht es jetzt mit den Elektroautos weiter?

Elektroauto kaufen wird teurer: Umweltbonus sinkt deutlich

Wer sich ein E-Auto zulegen will, dürfte in dieser Woche einen ordentlichen Schreck bekommen haben: Die Ampel-Regierung hat sich auf einen Kompromiss zum Umweltbonus geeinigt, der für weniger Förderung sorgt. Jetzt steht auf der Kippe, wie es in Zukunft mit Elektroautos weitergeht – und wie die Kunden die Entscheidung aufnehmen.

Bis zu 9.000 Euro Preisnachlass konnten E-Auto-Käufer bisher, je nach Modellwahl, einstreichen beim Kauf eines neuen Stromers. Damit soll Schluss sein, rechnen könnt ihr künftig maximal mit 1.500 Euro weniger. Hybrid-Käufer müssen ab 2023 ganz auf Zuschüsse verzichten – und auch reine Elektroautos werden nur noch begünstigt, solange Geld da ist. Wer Pech hat, kauft ein E-Auto und kriegt nichts. Alle Details zum geplanten Ende des Umweltbonus findet ihr in unserem Artikel.

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Da ist es kein Wunder, dass sich Kritik regt – und zwar laute: Der als Autopapst bekannt Experte Ferdinand Dudenhöffer kritisiert die Entscheidung scharf: Die Regierung riskiere das Ende der E-Autos. Die Unsicherheit über die Förderhöhe zusammen mit langen Lieferzeiten in der Autobranche könne eine Sogwirkung entfalten, welche die gesamte Antriebswende in Frage stellt.

Trotz Minus beim Umweltbonus: E-Autos sind nicht abgeschrieben

Dabei sähe es ohne diesen Schuss vor den Bug gar nicht schlecht aus für E-Autos: Eine in dieser Woche veröffentlichte Umfrage der ADAC SE hat ergeben, dass in den kommenden drei Jahren mehr als die Hälfte der Befragten mindestens ein teilelektrisches Auto wählen würden. Kaum jemand, der schon ein E-Auto fährt, will obendrein wieder zurück zum Verbrenner – gute Zeichen eigentlich. Doch Inflation und wirtschaftliche Sorgen könnten auch hier querschießen, die Umfrage fand schon in März 2022 statt.

Gute Gründe für ein E-Auto:

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Wenn es auch derzeit Hiobsbotschaften rund um Elektroautos zu hageln scheint: Es gibt Grund zur Hoffnung. Schließlich sind die Stromer nicht nur beim Kaufpreis – dank Umweltbonus – überlegen. Käufer sollte immer auch die laufenden Kosten im Auge behalten: Zum Beispiel: Bis zu 42 Prozent weniger zahlen Elektro-Fahrer als Verbrenner-Besitzer einer Auswertung von Check24 zufolge. Auch die THG-Quote für E-Autos bringt ordentlich was ein. Auf lange Sicht könnt ihr so eine geminderte Kaufprämie locker ausgleichen.

Damit gibt es auch Gründe, Elektroautos weiterhin Chancen gegenüber Verbrennern auszurechnen.