Apple rühmt sich immer wieder damit, bei Bedienungs­hilfen die Nase vorn zu haben. Während dies in vielen Bereichen zutreffen kann, muss sich Apples Sprachassistent in einer Kategorie nun durch die Googles Konkurrenz geschlagen geben. Ein Video demonstriert die Problematik.

 

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iPhone vs. Pixel: Googles Spracherkennung lässt Apple hinter sich

Bedienungshilfen können in vielen Fällen helfen, die Arbeit mit Smartphones, Tablets oder Computern generell zu vereinfachen. Dazu gehört auch die Spracherkennung, welche sowohl bei Apple als auch bei Google zur Standardausstattung gehört und beispielsweise Diktierfunktionen in beliebigen Apps ermöglicht.

9to5Mac verweist nun auf ein Video von James Cham, der auf Twitter einen kurzen Vergleich mit einem iPhone und Pixel veröffentlicht hat. Dies verdeutlicht die Probleme von Apples Lösung:

Einer der Gründe, warum Apples Spracherkennung in diesem Fall das Nachsehen hat, dürfte die verwendete Technik sein. Während Googles Erkennung lokal auf dem Smartphone stattfindet, setzt Apple seit langer Zeit auf Netzwerkverbindungen, wodurch eine Verzögerung entsteht. Erst seit iOS 13 erlaubt Apple eine ausschließlich auf dem Gerät laufende Spracherkennung für ausgewählte Sprachen.

Dass diese Erkennung deutlich performanter ist, zeigt ein weiterer Vergleich, den Ben Harraway als Reaktion auf obiges Video veröffentlicht hat. Er forciert die lokale Erkennung durch ein Aktivieren des Flugmodus seines iPhones, wie zu Beginn des Videos zu sehen ist:

Neben der schieren Geschwindigkeit muss sich Apples Erkennung aber auch im Hinblick auf die Genauigkeit geschlagen geben. Apple hat also in diesem Bereich Nachholbedarf. Es darf noch gehofft werden, dass beispielsweise iOS 14 in diesem Punkt wieder mal einige Verbesserungen mit sich bringt. Die erste Präsentation des neuen Betriebssystems erwarten wir zur WWDC, welche am 22. Juni beginnt.

Hier einige versteckte Funktionen in iOS 13:

iOS 13: 13 versteckte Funktionen

Siri erneut bloßgestellt: „Wie spät ist es in London?“

Neben den oben gezeigten Problemen mit Apples Spracherkennung, die essenzieller Bestandteil von Siri ist, muss sich aber auch der Sprachassistent an sich immer wieder regelmäßig Kritik anhören. Zuletzt gab es etwa Kritik durch Nilay Patel von The Verge, der seine Smartwatch fragte, was die Uhrzeit in London ist.

Als Antwort lieferte Siri nicht etwa die Zeit für London in England, sondern für London, Kanada. Eine Antwort, die zwar per se nicht falsch ist, aber sicherlich in den meisten Fällen nicht erwartet wird. John Gruber versuchte dieselbe Frage und musste dabei noch deutlichere Probleme mit dem digitalen Assistenten feststellen.

Während sein iPhone ebenfalls die Frage – möglicherweise aufgrund der Nähe zu Kanada – mit diesem London beantwortete, erkannte sein HomePod die gewünschte Großstadt auf der Insel und nannte dessen Uhrzeit. Siri liefert also nicht nur eine unerwartete Antwort, sondern ist auch noch inkonsistent dabei.

Holger Eilhard
Holger Eilhard, GIGA-Experte für iPhone, iPad, Mac und alles andere zum Thema Apple.

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