Sony, Microsoft und Nintendo wehren sich gegen Trump, damit Konsolen nicht teurer werden

Daniel Hartmann 4

Sony, Microsoft und Nintendo haben sich zusammengeschlossen, um die Regierung Trump vor den geplanten Strafzöllen auf Importe aus China und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Videospielindustrie und ihre Kunden zu warnen.

Die Regierung der USA möchte auf Importe aus China Strafzölle in Höhe von 25 Prozent verhängen. Diese Zölle betreffen auch die Konsolen von Sony. Microsoft und Nintendo, da viele Bauteile der Hardware in China gefertigt werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme an das US-Handelsministerium bitten sie um die Ausnahme von Konsolen in Bezug auf die Strafzölle.

Laut den 3 Hardware-Giganten werden 96 Prozent aller in die USA importierten Konsolen in China hergestellt. Die über Jahre aufgebauten Produktionsketten ließen sich nicht einfach in die USA oder ein drittes Land transferieren, heißt es in der Stellungnahme. Die Kosten dafür wären dazu noch immens.

Die Konsequenzen der Zölle wären laut Sony, Microsoft und Nintendo für die gesamte Industrie und ihre Kunden zu spüren.

„Die Zölle auf Videospielkonsolen würden besonders:

  • Kunden, Videospiel-Entwickler, Videospiel-Verkäufer und die Konsolenhersteller verletzen;
  • tausende hochwertige und lukrative Jobs in den USA gefährden; und
  • den Fortschritt der ganzen Industrie und drüber hinaus zurückhalten.“

Die Strafzölle sollen unter anderem geistiges Eigentum schützen und amerikanische Produkte stärken. Da China aber weder eigene Konsolen herstellt noch amerikanische plagiiert, bringen die Strafzölle den Konsolenherstellern nur Nachteile, die sich letztendlich auf die amerikanische Wirtschaft auswirken würden in die Sony, Microsoft und Nintendo viel investieren.

Letztendlich landen diese Nachteile dann beim Kunden, denn mit den Zöllen steigen die Produktionskosten der Hardware und somit auch der Verkaufspreis. Welche Auswirkungen sich dadurch für den europäischen Markt ergeben, ist noch schwer abzuschätzen, zumal die Strafzölle noch keine beschlossene Sache, geschweige denn in Kraft getreten sind. Das, vereinfacht gesagt, die PS5 zum Beispiel in den USA 25 Prozent teurer sein wird als im Rest der Welt, ist nicht anzunehmen.

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Letzten Endes würden die Mehrkosten auch beim Endverbraucher, also den Spielern landen. Natürlich geht es den drei Hardware-Herstellern in erster Linie darum, ihre Unternehmen zu schützen. Wie schätzt du die Auswirkungen von möglichen Strafzöllen auf Konsolen ein? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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