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Über 1.000 Euro sparen bei Heizung und Strom: Stiftung Warentest verrät euch, was zu tun ist

Mit ein paar simplen Tricks können Verbraucher selbst im kommenden Teuer-Winter noch viel Geld sparen. (© IMAGO / Bihlmayerfotografie)

Die Heizung runter drehen, kälter duschen – Energie sparen muss nicht schwierig sein. Doch es gib weitere Tipps, mit denen Verbraucher selbst im Teuer-Winter 2022 noch Geld sparen können. Die Stiftung Warentest hat einige Tricks gesammelt, mit denen ihr selbst bei hohen Energiepreisen etwas mehr Geld im Portemonnaie behaltet.

 
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Strom sparen im Teuer-Winter: Dazu rät die Stiftung Warentest

Mit dem Winter kommt auf viele Deutsche eine Herausforderung zu, die es so seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Die Preise für Energie, ob Gas, Öl oder Strom sind so hoch wie nie, stellen viele Verbraucher längst vor scheinbar unlösbare Aufgaben: Wie soll man das noch bezahlen?

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Das nimmt die Stiftung Warentest zum Anlass, erfolgversprechende Spartipps auf den Prüfstand zu stellen. Grundlage bildet der Jahresverbrauch einer dreiköpfigen Familie in einer ungedämmten Drei-Zimmer-Wohnung mit rund 75 qm. Für die Kostenersparnis rechnen die Warentester mit einem Preis von 34 Cent pro Kilowattstunde beim Strom und 15 Cent für die kWh Gas – eine gewisse Erhöhung der aktuellen Zeit ist dabei bereits erkennbar.

Spartipp Nr. 1: Bei der Dusche holt ihr das meiste Geld raus

Die größte Ersparnis kann die Beispielfamilie unter der Dusche erreichen. Ein Grad kälteres Wasser, kürzer duschen sowie ein wassersparender Duschkopf machen laut Stiftung Warentest aufs Jahr gerechnet eine Ersparnis von 707 Euro aus. Im Beispiel wird das Duschwasser über einen Durchlauferhitzer erwärmt, der mit Strom betrieben ist – eine häufige Installation in deutschen Haushalten.

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Die Kosten lassen sich nicht eins zu eins übertragen, wenn ihr eine gasbetriebene Warmwassertherme nutzt. Doch auch dabei lässt sich durch ein verändertes Duschverhalten sparen. Übrigens braucht ihr nicht gleich einen neuen Duschkopf, wenn ihr Wasser und Kosten sparen wollt. Es gibt auch praktische Einsätze, die ihr zwischen Brause und Schlauch einfach selbst montieren könnt (bei Amazon ansehen).

Spartipp Nr. 2: Heizung runter drehen bringt wirklich was

Beim Heizen kann man eine Menge verändern, um Geld zu sparen. Eine Reihe von Tipps findet ihr in unserem Artikel:

Laut Stiftung Warentest bringt bereits ein Grad weniger Raumtemperatur eine Ersparnis von rund 6 Prozent, das zweite Grad minus holt aber nur noch 1 Prozent mehr raus. Im Beispiel holt man mit zwei Grad minus in der gesamten Wohnung über 151 Euro pro Jahr heraus.

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Wer nicht durchgehend die Temperatur halten muss, kann mit automatischen Thermostaten noch mehr sparen. Unser GIGA-Sparfuchs Peter hat seine Erfahrungen mit smarten Thermostaten hier für euch zusammengefasst. Laut Stiftung Warentest kommen bei der Heizung aktuell insgesamt 189 Euro weniger zusammen. Wenn sich die Anfangsinvestition der Thermostate amortisiert hat, drücken sie die Kosten noch weiter.

Spartipp Nr. 3: Kleidung richtig waschen – und trocknen

Wer bei einer modernen Waschmaschine konsequent das Ökoprogramm nutzt, spart laut den Warentestern pro Jahr 23 Euro. Ein großer Kostenfaktor ist außerdem der Trockner. Wer möglichst oft die Wäsche zum Trocknen aufhängt, statt die Maschine zu nutzen, kann sich über einige Euro mehr freuen. Außer im Winter wird im Beispiel immer die Wäscheleine genutzt, statt wie zuvor nur im Sommer. Damit bleiben 38 Euro mehr auf dem Konto.

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Aber ihr könnt selbst im Winter Wäsche draußen trocken. Es dauert zwar länger als in der prallen Sommersonne, schont aber den Geldbeutel und bringt einen frischen Duft für eure Kleidung mit. Der Tipp der Stiftung Warentest: Entweder den Trockner nutzen oder Wäsche draußen aufhängen, aber nicht in der Wohnung trocknen lassen. Die Verdunstung entzieht dem Raum dabei Wärme, die Heizung muss stärker arbeiten. Der Trockner ist die günstigere Alternative. Lasst außerdem die Wäsche ordentlich schleudern, dann braucht der Trockner weniger Energie.

Die perfekte Ergänzung, um die Stromkosten zu senken – ein Solarkraftwerk für den Balkon:

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Spartipp Nr. 4: WLAN-Funktionen deaktivieren

Das sprichtwörtliche Kleinvieh findet sich im Haushalt überall. Dass ihr bei Standby-Geräten möglichst eine Steckerleiste nutzen solltet, hat sich inzwischen praktisch überall herumgesprochen. Doch ihr könnt bei vielen modernen Geräten auch anders den Stromverbrauch senken. Denn immer mehr smarte Geräte sind ständig per WLAN mit dem Internet verbunden. Diese Funktion zieht aber ordentlich Strom.

Wenn ihr am Fernseher, beim Kühlschrank, einer Soundbox oder einem WLAN-fähigen Radio nicht permanent auf Internet angewiesen seid, kann es sich lohnen, die Verbindung zu deaktivieren. Wer stattdessen LAN-Kabel nutzt, könne 15 Euro durch den geringeren Verbrauch einsparen. Ihr solltet außerdem darüber nachdenken, die Nachtabschaltung bei eurem Router zu nutzen. Geräte im Dauerbetrieb gehören, wie der Kühlschrank, zu den größten Kostenquellen im Haushalt und den Router braucht ihr meist nicht rund um die Uhr.

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Mit diesen und einigen weiteren Spartipps schafft die Beispielfamilie der Stiftung Warentest insgesamt eine Ersparnis 1.074 Euro pro Jahr bei der Stromrechnung. Vollkommen lassen sich die steigenden Preise aber auch mit diesen Tipps und Tricks nicht auffangen. Der kommende Winter dürfte für so ziemlich ganz Deutschland teurer werden als vorige. Wer konsequent sparsam mit Energie umgeht, kann die Preisexplosion aber zumindest etwas abfedern.

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