Damit hat wohl kaum einer gerechnet: In einem Vergleich der Stiftung Warentest hat sich eine günstige Küchenmaschine von Lidl gegen die Konkurrenz durchgesetzt, die deutlich teurer ist. Bei einem Markenprodukt sprechen die Warentester sogar von einer potenziellen Sicherheitsgefahr. 

 
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Adventszeit ist Backzeit. Da braucht es die richtige Küchenmaschine, damit der Keks- und Kuchenteig so richtig schön durchgeknetet wird. Doch auch abseits der Vorweihnachtszeit sind die praktischen Küchenhelfer oft im Einsatz: Zum Kneten, Mixen, Sahne schlagen und vieles mehr. Wer nun aber glaubt, eine gute Küchenmaschine muss mehrere hundert Euro kosten, irrt sich.

Stiftung Warentest kürt Lidl-Küchenmaschine zum Testsieger

Im aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest von Küchenmaschinen mit Schwenkarm liegt nämlich ein Modell von Lidl auf Platz 1: die Silvercrest SKMP 1300 D3, die im Durchschnitt für 100 Euro zu haben ist. Die Lidl-Küchenmaschine wird von den Warentestern mit „Gut (1,9)“ bewertet. Besonders die einfache Bedienung, die Glasmixtulpe mit Deckelverriegelung und die gute Rührfunktion wird von der Stiftung Warentest gelobt. Beim Sahneschlagen sei die Silvercrest sogar das beste Gerät im Vergleich.

Die Lidl-Küchenmaschine von Silvercrest. Bild: Lidl.

Kritisiert wurden unter anderem die etwas schwergängigen Bedienelemente und dass die Maschine bei großer Menge Hefeteig auf der Arbeitsplatte wandern würde. Auch gebe es für das Modell kaum Zubehör. „Für Einsteiger im Back-Business“, so das kurze Fazit der Stiftung Warentest.

Wichtig zu wissen: Laut Stiftung Warentest sind beim aktuell erhältlichen Modell der Lidl-Küchenmaschine Gebrauchsanleitung und Saugnapffüße geändert worden.

Fast zehnmal so teuer wie das Lidl-Modell ist die Kenwood Titanium Chef Patissier XL, die trotz des enormen Preisunterschieds (mittlerer Onlinepreis: 920 Euro) lediglich mit der Note „Befriedigend 3,2“ bewertet wird. Zwar sei die Kenwood das „vielseitigste Gerät im Test“, so die Stiftung Warentest lobend. Weitere Pluspunkte seien die große Rührschüssel oder das separat erhältliche Zubehör.

Als einziges Testgerät bietet die Kenwood-Küchenmaschine außerdem ein Display. Größter Nachteil ist den Warentestern zufolge aber ein potenzielles Sicherheitsrisiko: So lasse sich der Plastikfuß mit Messer auch dann aufschrauben, wenn der schützende Glaskrug fehle. Im schlimmsten Fall, so die Stiftung Warentest, können Leute „das Messer ohne Glasaufsatz anbringen und den Motor anstellen.“

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Wahl der Küchenmaschine hängt vom Verwendungszweck ab

Der Kauf der richtigen Küchenmaschine hänge vor allem von der Verwendung ab. Maschinen mit Schwenkarm seien insbesondere beim Rühren, Schlagen und Kneten im Vorteil, Food Processoren hingegen beim Hacken, Schneiden und Raspeln. Letztgenannte sind laut Stiftung Warentest auch meist kompakter. Dafür können Schwenkarm-Geräte häufig mehr fassen. „Ihre Schüsseln fassen im Test-Durchschnitt fast das Doppelte.“

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