USB-C mit Ladehemmung am MacBook: Aufgepasst bei der Kabelwahl

Holger Eilhard

USB-C verspricht mitunter die Kompatibilität zwischen vielen unterschiedlichen Geräten mit nur einem Steckertypen. Dass dieses Versprechen deutlich komplexer ist als erhofft, ist aber ebenfalls hinlänglich bekannt. So muss selbst bei Lade­kabeln genau hingesehen werden, um die maximale Leistung erreichen zu können.

USB-C-Ladekabel: Laden mit 29 Watt und mehr

Schon seit Jahren testen einige Kunden freiwillig diverses USB-C-Zubehör wie Datenkabel oder Netzteile auf ihre Kompatibilität mit unterschiedlichsten Geräten. Doch selbst wenn man den Blick lediglich auf die weißen Ladekabel von Apple begrenzt, muss man genau aufpassen, welche Strippen hierbei zum Einsatz kommen.

Generell können mit Hilfe von USB-C dank Power Delivery Geräte mit bis zu 100 Watt geladen werden. Das jüngste MacBook Pro im 16-Zoll-Format kommt dieser Grenze sehr nahe – das beigelegte Netzteil schafft bis zu 96 Watt. Im alten 15-Zöller waren es noch 87 Watt. Am anderen Ende der Produktpalette findet sich das alte 12-Zoll-MacBook, welches mit einem 29- oder 30-Watt-USB-C-Netzteil ausgeliefert wurde.

Mit diesem Video präsentierte Apple das 16-Zoll-MacBook-Pro:

MacBook Pro 2019: 16-Zoll-Modell im Apple-Video.

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USB-C-Ladekabel: Aufgepasst beim Kleingedruckten

Genau hier findet sich der Stolperstein, auf den Apple in einem Support-Dokument hinweist (via ifun.de). Einige Kabel besitzen ein Limit, welches ein Laden nur mit bis zu 30 Watt erlaubt. Apple klärt auch auf, wie man das eigene Kabel entschlüsseln kann:

  • Lauten die ersten drei Zeichen der Seriennummer C4M oder FL4, ist das Kabel für 29-W- oder 30-W-USB-C-Netzteile von Apple bestimmt
  • Beginnt die Seriennummer jedoch mit DLC, CTC, FTL oder G0J, kann das Kabel mit einem USB-C-Netzteil beliebiger Leistung verwendet werden
  • Ein Apple-Kabel ohne Seriennummer jedoch mit der Aufschrift „Designed by Apple in California. Assembled in China“ ist möglicherweise Bestandteil eines Austauschprogramms – ihr solltet euch in diesem Fall an Apple wenden

Wer sich also gewundert hat, warum das eigene MacBook nicht mit voller Leistung geladen wird, sollte einen genaueren Blick auf das Ladekabel werfen. Möglicherweise findet sich dabei der Schuldige.

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