Nie sind mehr Daten durch das Festnetz von Vodafone geflossen als im Jahr 2021. Auf die Zahlen kann man in Düsseldorf stolz sein, zeigen sie doch, dass der Ausbau schneller Anschlüsse vorangeht. Andere Zahlen stellen Vodafones Erfolg jedoch in ein düstereres Licht.

 
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Datenrekord bei Vodafone: 2021 wird Erfolgsjahr

Im Jahr 2021 haben Vodafone-Kunden sich nicht lumpen lassen: Nie zuvor ist das Festnetz des Düsseldorfer Internet-, Kabel- und Mobilfunkanbieters so intensiv genutzt worden. 48.000 Petabyte flossen über das gesamte Jahr verteilt durchs Vodafone-Netz, DSL- sowie Kabel-Glasfaser-Anschlüsse zusammen genommen.

Wer sich darunter wenig bis gar nichts vorstellen kann, dem gibt Vodafone eine Hilfe an die Hand: „Die übertragene Datenmenge von 48.000 Petabyte entspricht rund 50 (in dieser Größenordnung heute noch nicht verfügbaren) Festplatten, auf denen sich jeweils etwa elf Millionen HD-Filme auf einem 1 Exabyte großen Speicher ablegen lassen“, schreibt das Unternehmen (Quelle: Vodafone). Wer sich hin und wieder über Netflix oder Prime Video eine Folge der Lieblingsserie für unterwegs aufs Smartphone lädt, versteht: Das ist eine ganze Menge.

Bei Vodafone ist man durchaus zufrieden mit der Entwicklung. So gebe es etwa weniger extreme Spitzen bei der Auslastung im Upstream, was man auf den fortschreitenden Ausbau des DOCSIS-3.1-Standards zurückführt. Hier sind bis zu 50 MBit/s möglich. Mit den durch Home-Office und Home-Schooling während der Pandemie teilweise explodierenden Lastspitzen habe man so keine Schwierigkeiten.

Erfahrungen der von Vodafone-Kunden sehen anders aus

Bei so einer aus eigener Sicht grandiosen Entwicklung sollte man eines allerdings nicht außer Acht lassen: Die tollen Zahlen, die Vodafone präsentiert, stehen in einem gewissen Widerspruch zum öffentlichen Bild des Providers. So landete Vodafone noch 2020 auf dem ersten Platz der Beschwerden bei Verbraucherzentralen.

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Auch mit den Beobachtungen des Kündigungsdienstleisters Volders will es nicht so recht zusammenpassen, dass Vodafone besser sein soll als je zuvor und gleichzeitig bei keinem anderen Anbieter mehr Kunden ihre Verträge beenden. Leider macht man auch noch immer recht regelmäßig mit Störungen auf sich aufmerksam.

Glaubt man dem Hauptkonkurrenten Telekom, setze Vodafone auf die falsche Technik. Der Bonner Konzern sieht die eigene FTTH-Strategie Vodafones TV-Kabel-Ansatz weit überlegen – die beste Entscheidung können Verbraucher treffen, wenn man den eigenen Bedarf gut kennt.