Google hat das Verbot von einer Reihe von beliebten Android-Apps angekündigt. Die sogenannten „Sugar-Daddy-Apps“ sollen bereits in wenigen Wochen aus dem Google Play Store verschwinden. Die Begründung für das Verbot ist zumindest fragwürdig.

 

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Google verbietet Sugar-Daddy-Apps im Play Store

Dass US-amerikanische Unternehmen im Allgemeinen etwas prüde sind, ist landläufig bekannt. Diese Sittlichkeit bekommen bekommen ab 1. September 2021 auch Android-Nutzer zu spüren. Dann tritt ein Verbot von sogenannten „Sugar-Daddy-Apps“ in Kraft, die es im Play Store nicht mehr geben wird (Quelle: Android Police)

Wer sich fragt, was ein „Sugar Daddy“ ist: So werden reichere, ältere Männer bezeichnet, die für sexuelle Gegenleistungen junge Frauen beschenken oder für sie aufkommen. Im Gegensatz zur klassischen Prostitution sind Sugar-Daddy-Beziehungen eher langfristig. Ein junger Mann kann übrigens auch eine „Sugar-Mommy“ haben, so viel Gleichberechtigung muss sein.

Android-Apps, die junge Menschen gezielt einen Sugar-Daddy oder eine Sugar-Mommy vermitteln, gibt es Zuhauf im Google Play Store – zumindest bislang. Sie hören auf Namen wie „Sugar Daddy Meet“ oder „My Sugar Daddy“ und haben insgesamt Millionen von Downloads. Damit soll nach Googles Willen nun Schluss sein ab dem 1. September.

Grundlage für den Rauswurf ist Googles allgemeines Verbot von sexuellen Inhalten im Play Store. Das wirft aber zumindest die Frage auf, warum der Suchmaschinenanbieter hier so streng vorangeht und die Sugar-Daddy-Apps verbietet – bei anderen Apps, die ebenfalls primär einen sexuellen Hintergrund haben, aber ein Auge zudrückt. Tinder, Bumble und Co. lassen grüßen.

In diesem Video seht ihr Apps, die auf euer Handy gehören:

Apps, die auf euer Handy müssen - Android & iOS

Manuelle Installation von Android-Apps als Ausweg

Immerhin: Im Gegensatz zu iOS erlaubt Android das Herunterladen und Installieren von Apps, ohne den Weg über den Play Store gehen zu müssen. Wer also nicht auf seine Sugar-Daddy-Apps verzichten will, kann sie so trotzdem auf seinem Smartphone benutzen – wenn auch über den Umweg der manuellen APK-Installation.