Steve Jobs

Martin Maciej

Steve Jobs (* 24. Februar 1955; † 5. Oktober 2011) gilt als eine der populärsten Figuren der modernen Computerwelt. Er gehörte zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne zu den Gründern des kalifornischen iPhone-, iPod- und Mac-Herstellers Apple. Aufgrund seiner schillernden Präsenz, sowie der kreativen Ideen, die sich im Mac, dem iPod, iPhone und iPad geäußert haben, und somit die gesamte Technikwelt verändert haben, gilt Steve Jobs bis heute als das prägende Gesicht des Herstellers Apple, sowie als eine der Koryphäen der gesamten Technikwelt.

Jobs, Sohn eines syrischen Politik-Studenten und einer Amerikanerin, wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. Aus finanziellen Gründen gaben ihn seine leiblichen Eltern zur Adoption frei, so dass er bereits kurz nach der Geburt von Paul Reinhold Jobs und Clara Jobs adoptiert wurde. Schon in der frühen Kindheit zeigten sich erste Anzeichen für Jobs Genialität und Kreativität. Aufgewachsen in der Nähe von Silicon Valley, in direkter Nachbarschaft zu vielen Ingenieuren von Intel und HP, fand Jobs bereits in jungen Jahren sein Interesse an der Elektro-IT-Industrie.

Steve Jobs Lebenslauf: Studienabbruch und Apple-Gründung

Mit 17 erlangte Steve Jobs den High School-Abschluss. Ein am Reed College, Portland, angefangenes Studium beendete er jedoch nicht, arbeitete stattdessen mehrere Jahre beim inzwischen in die Insolvenz gegangenen Unternehmen Atari. Während seiner Zeit bei Atari lernte Jobs Steve Wozniak und Ronald Wayne kennen, mit denen er 1976 die Apple Computer Company in der Garage von Steve Jobs gründete. In den kommenden Jahren entwickelte Apple mit den Computern Apple I und Apple II Geräte, die großen Anklang auf dem Markt der Home-Computer fanden. Während der Apple III-Computer nicht an den Erfolg der Vorgängermodelle anknüpfen konnte, folgte mit Apple Lisa der erste PC mit Maus, einem Betriebssystem und einer grafischen Benutzeroberfläche. Aufgrund seines hohen Einführungspreises von 10.000 US-Dollar blieb auch Apple Lisa der kommerzielle Erfolg verwehrt. Apple Lisa galt jedoch als Fundament für den ein Jahr später erscheinenden Macintosh. Mit Apple Macintosh gelang Steve Jobs und Apple der Durchbruch. Bis heute tragen von Apple hergestellte Computer das Präfix Mac in ihrer Bezeichnung, z. B. beim Mac mini oder MacBook.

Steve Jobs Projekte: NeXT, Apple, Pixar

1986 stampfte Steve Jobs mit NeXT eine weitere Computerfirma aus dem Boden. Zudem investierte er mehrere Millionen Dollar in die Pixar Animation Studios. Als das Unternehmen 1995 mit Toy Story einen ersten Kinohit landen konnte, wurde Jobs mit dem Börsengang von Pixar endgültig zum Milliardär. Aus der Produktion von Pixar stammen weitere Animations-Highlights wie Cars, Findet Nemo oder Wall-E. Nach dem Aufkauf Pixars durch Walt Disney 2006 wurde Steve Jobs als Pixar-Geschäftsführer in den Verwaltungsrat von Disney aufgenommen. Seine Pixar-Anteile machten Jobs zudem nach der Übernahme zum größten Einzelaktionär bei Walt Disney.

Nachdem NeXT von Apple aufgekauft wurde, arbeitete Jobs zunächst als Berater, im weiteren Verlauf dann als Geschäftsführer von Apple. Unter seiner Führung wurden für das wirtschaftlich schwankende Unternehmen diverse Sparmaßnahmen durchgeführt. Aus der technischen Basis von NeXT-Produkten, z. B. der Technik aus NeXTStep wurde das Mac OS X entwickelt. Auch das heute verwendete OS X weist noch Bestandteile aus NeXTStep auf.

Steve Jobs und der iPod, das iPhone und iPad verändern die Welt

Hat Apple mit der Einführung des Macintosh bereits in den Achtziger Jahren für eine Wandlung der Technikwelt gesorgt, folgten die nächsten Paukenschläge Anfang des neuen Jahrtausends. Der tragbare Musikplayer iPod, sowie die Medienverwaltung iTunes sorgten für eine wesentliche Veränderung des Musikgeschäfts. Insbesondere die erstmalig legale Verfügbarkeit von MP3s im großen Stil über den iTunes Store prägen die Musikindustrie bis heute. Zudem sind die tragbaren Geräte iPhone und iPad aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.

Steve Jobs und der Krebs: Tod mit 56

Bereits 2004 musste sich Steve Jobs einer Tumor-Operation unterziehen. In den folgenden Jahren wurde kontinuierlich über Steve Jobs‘ Gesundheitszustand spekuliert. Insbesondere seine immer wiederkehrenden Auszeiten und sein besorgniserregender Gewichtszustand gaben immer wieder Anlass für Spekulationen. Das letzte große Projekt war die Planung von Steve Jobs 80-Meter-Yacht „Venus“. Kurz vor seinem Tod folgte zudem die Versöhnung von Steve Jobs und Bill Gates, dem Gründer von Microsoft und jahrelangem direkten Erzrivalen auf dem Computermarkt. Am 5. Oktober 2011 erlag Steven Paul Jobs nach jahrelangem Kampf seiner Krebserkrankung.

Während bereits 1999 mit Die Silicon Valley Story (Pirates of Silicon Valley) ein Film über die Entstehungsgeschichte von Apple, sowie die Rivalität mit Microsoft veröffentlicht wurde, erscheint noch 2013 die Verfilmung von Steve Jobs Biografie mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle in den Kinos.

“Being the richest man in the cemetery doesn’t matter to me … Going to bed at night saying we’ve done something wonderful… that’s what matters to me.“
Eines der prägendsten Steve Jobs Zitate, aus The Wall Street Journal

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