Samsung Galaxy A50: Mein erstes Wochenende mit der günstigen Galaxy-S10-Alternative

Peter Hryciuk 8

Auf dem Datenblatt gibt sich das Samsung Galaxy A50 wie das perfekte Smartphone und möchte als günstige Alternative zum Galaxy S10 angesehen werden. Doch ist es das bei einem Preis von unter 300 Euro wirklich? Nicht ganz, wie ich nach dem ersten Wochenende mit dem Smartphone feststellen musste.

Samsung Galaxy A50: Mein erstes Wochenende mit der günstigen Galaxy-S10-Alternative
Bildquelle: GIGA.

Update: Mehr Infos gefällig? Hier ist unser Test zum Galaxy A50.

Samsung Galaxy A50: Meine ersten Eindrücke

Wenn man sich nur die technischen Daten und Features des Galaxy A50 anschaut, müsste dieses Samsung-Handy fast perfekt sein. Es besitzt ein großes Super-AMOLED-Display, einen riesigen Akku, eine Triple-Kamera, viel internen Speicher und sogar einen Fingerabdrucksensor unter dem Bildschirm. Kostenpunkt: Unter 300 Euro! Leider gibt es einige Nachteile, die mir, aber auch , die Laune vermiest haben.

  • Fingerabdrucksensor: Der In-Display-Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy A50 arbeitet optisch und funktioniert bei mir fast überhaupt nicht. Ich habe beide Daumen mehrfach einprogrammiert und kann das Smartphone fast nie mit dem Sensor entsperren. Mittlerweile verzichte ich auf die Funktion, denn sie frustriert mich nur. Stattdessen nutze ich jetzt ein Wischmuster. Ein normaler Fingerabdrucksensor auf der Rückseite wäre deutlich besser.
  • Performance: Im Samsung Galaxy A50 ist ein Exynos 9610 verbaut, dem 4 GB RAM zur Verfügung stehen. Der Quad-Core-Prozessor und der Arbeitsspeicher reichen aber nicht aus, um ein flüssiges Bedienerlebnis zu ermöglichen. Bereits am ersten Tag hat das Smartphone bei der Einrichtung und Installation von Apps stark verzögert reagiert und immer wieder geruckelt. Auch nach mehreren Tagen im Einsatz spürt man immer wieder Ruckler in der Bedienung. Selbst in Chrome kann ich nicht flüssig durch den Twitter-Stream scrollen. Einige Apps starten auch nicht sofort, wenn ich sie auswähle. Oft weiß ich nicht, ob meine Eingabe vom Display wahrgenommen wurde. Mal braucht das Smartphone ein bis zwei Sekunden, bis eine App startet, dann wiederum hat es die Eingabe meines Fingers einfach nicht registriert.
  • Empfindlichkeit des Displays: Das wäre auch der nächste Punkt. Oft werden Eingaben vom Bildschirm nicht wahrgenommen. Dass das schon nach kurzer Zeit so deutlich merkbar ist, ist kein so gutes Zeichen. Vielleicht muss nur die Empfindlichkeit des Displays mit einem Update angepasst werden.
  • Keine Benachrichtigungs-LED: Genau wie schon die Galaxy-S10-Serie besitzt das Galaxy A50 keine LED für Benachrichtigungen. Man muss auf das Always-On-Display ausweichen. Das wiederum saugt am Akku und verringert die Laufzeit. So praktisch, wie ich das Always-On-Display finde, so wichtig ist mir aber auch eine hohe Akkulaufzeit. Eine kleine LED neben der Notch wäre eigentlich perfekt – für Samsung aber wohl nicht machbar.
  • Mono-Lautsprecher: In der Preisklasse von 300 Euro sind Stereo-Lautsprecher zwar kein Standard, wären aber wünschenswert. Der Klang des einzelnen Lautsprechers an der Unterseite ist zwar gut, der Ton wirkt aber sehr flach und man verdeckt den Lautsprecher in vielen Situationen zu schnell.

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Es gibt aber auch einige positive Punkte am Samsung Galaxy A50, die mir sehr gefallen haben:

  • Bildschirm: Das Super-AMOLED-Display ist mit einer Diagonale von 6,4 Zoll zwar sehr groß, die schmalen Rahmen um den Bildschirm und die kompakte Bauform sorgen aber dafür, dass das Smartphone gut in einer Hand liegt. Die Darstellung ist toll und die Helligkeit mehr als ausreichend.
  • Gewicht: Obwohl in diesem Smartphone ein 4.000-mAh-Akku verbaut ist, wiegt es mit 166 Gramm vergleichsweise wenig. Die etwa 40 Gramm Unterschied zu meinem Samsung Galaxy Note 9 sind deutlich spürbar. Dafür fühlt sich das Smartphone nicht ganz so wertig an. Fingerabdrücke sind seit der ersten Sekunde überall auf dem Gehäuse zu sehen. Ein Putztuch muss immer dabei sein. Eine Schutzhülle sollte man sich auch besorgen. .
  • Speicher: Der interne Speicher des Samsung Galaxy A50 beläuft sich auf 128 GB. Das ist in der Preisklasse wirklich super. Dem Nutzer stehen 105,70 GB zur freien Verfügung. Den Rest nehmen das Betriebssystem und die vorinstallierte Software in Anspruch.
  • Dual-SIM und Speichererweiterung: Das Galaxy A50 gehört zu den wenigen Smartphones auf dem Markt, in das man sowohl zwei SIM-Karten als auch eine microSD-Karte gleichzeitig einlegen kann.
  • Akkulaufzeit: Der großzügige Akku sorgt für hohe Laufzeiten. Zu viel will ich noch nicht sagen, eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Tagen ist mit diesem Smartphone aber realistisch.

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Samsung Galaxy A50 Hands-On: Galaxy S10 Plus für Vernünftige.

Zur Triple-Kamera des Galaxy A50 will ich mir noch kein zu genaues Urteil erlauben. Die Fotos werden am Tage ziemlich gut. In Low-Light-Situationen schon deutlich schwächer. Mehr zu dem Thema gibt es in Kürze im Kamera-Test. Was haltet ihr vom Samsung Galaxy A50?

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