Respawn macht mit Apex Legends alles richtig – im Gegensatz zu EAs Titanfall 2-Launch

Daniel Kirschey 1

Kannst du dich an 2016 erinnern, also um genau zu sein, an das Spiel, das zwischen Battlefield 1 und Call of Duty: Infinite Warfare herausgekommen ist? Nein? Das ist nicht verwunderlich. Dabei hatte dieser Shooter wohl die beste Einzelspielerkampagne der drei Games. Die Rede ist von Titanfall 2.

Du hast noch keine Ahnung, was Apex Legends ist? Dann schaue mal hier rein.

Apex Legends: Fetzige Kämpfe im Gameplay Trailer.

Bis heute kann nur spekuliert werden, warum Electronic Arts auf die unsägliche Idee gekommen ist, das Spiel zwischen den beiden heiß erwarteten neuen Teilen der Battlefield- und Call of Duty-Reihe herauszubringen. Wahrscheinlich wollte EA mit zwei großen Shootern hintereinander CoD-Spieler abjagen. Noch auf einem folgenden Earning Call rechtfertigte sich CEO von EA Andrew Wilson, dass sie die Entscheidung wegen längerfristigen Plänen so gewählt hätten. Es gäbe drei Arten von Spielern: Diejenigen, die Battlefield 1 kaufen, diejenigen, die Titanfall 2 kaufen und zum Schluss noch diejenigen, die beide kaufen.

Ganz ist der angebliche Plan wohl aber nicht aufgegangen, das zeigen zumindest die Verkaufszahlen:

  • Battlefield 1: ungefähr 3,5 Millionen Verkäufe in der ersten Woche
  • Titanfall 2: ungefähr 385.000 Verkäufe in der ersten Woche
  • Call of Duty – Infinite Warfare: ungefähr 3,75 Millionen Verkäufe in der ersten Woche

Nun schreiben wir das Jahr 2019 und wie aus dem Nichts veröffentlicht Respawn und EA Apex Legends, ein Battle Royale-Spiel, das im Titanfall-Universum angelegt ist. Diesmal macht jedoch der Entwickler und Publisher alles richtig. Man könnte fast meinen, das geht alles auf die Kappe von Respawn und EA hatte hier seine Finger nicht im Spiel.

Und dann kam Apex Legends – wie aus dem Nichts

Wie aus dem Nichts wird Apex Legends am 4. Februar angekündigt und direkt veröffentlicht. In einer Zeit, in der nicht gleichzeitig gefühlt fünf andere Shooter herauskommen, die in dieselbe Kerbe wie Apex Legends hauen. Nach der Ankündigung gibt’s keine Wartezeit, keine offene oder geschlossene Beta, kein Early Access – nein, Spieler können sich sofort die Vollversion als Free to Play-Spiel herunterladen und loslegen.

Dann beherbergt das Spiel auch noch Features, die die Einstiegshürde für viele Games weit unten ansetzt: In einer Gruppe von drei Leuten gilt es, alle anderen Teams zu überleben. Normalerweise wäre es total logisch, dass sich alle per Voice-Chat absprechen müssten. Stattdessen implementiert Respawn ein Ping-System, mit dem du im Spiel hervorragend kommunizieren kannst, auch dann, wenn du mit deinen Teamkollegen nicht direkt über Voice-Chat interagieren willst.

Was als weiterer Punkt dazu kommt, ist der Umstand, dass Apex Legends schon jetzt einen diverseren Cast hat als beispielsweise Overwatch. Männer, Frauen, verschiedener Ethnien und Körperformen – sogar zwei schwarze Frauen und zwei LGBTQ-Charaktere sind mit von der Partie. Blizzard hat die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere erst später verlautbart. Im Grunde schon eine Minute nach Veröffentlichung hat Apex Legends einen vielfältigeren Cast als viele andere Spiele.

Was vielen ebenfalls aufgefallen ist: Apex Legends wird momentan von vielen Streamer – egal ob YouTuber oder Twitcher – gezockt. Das liegt auch daran, dass Respawn diese Influencer schon früh ans Spiel ließ oder sie gar für die Ankündigung einspannten. Schon am ersten Tag spielten alle wichtigen Streamer das Spiel:

(v.l.n.r.: DrDisRespect, Shroud, CouRAGE – nur erste Reihe)

Einige von ihnen waren schon Tage davor in Los Angeles und konnten Apex Legends ausgiebig zocken. Wer Shrouds Twitch-Kanal verfolgt hat, wird dies sicherlich mitbekommen haben. Wenn alle Fortnite-Streamer beginnen Apex Legends zu streamen, ist es logisch, dass sich das Spiel schnell in der Community verbreitet. Auch hier hat Respawn alles richtig gemacht.

Es bleibt spannend, wie es weitergeht: Gerade wie anfangs geschrieben, im direkten Vergleich mit Titanfall 2, das zwar ein Kritiker-Liebling war, jedoch schlichtweg unterging. Momentan scheint Respawn mit Apex Legends alles richtig zu machen – und das, obwohl Respawn einen Vertrauensvorschuss von EA einforderte, damit Apex Legends möglich wurde. Übrigens: Inzwischen spielen 10 Millionen Gamer Apex Legends und manchmal sogar eine Million Spieler gleichzeitig. Dafür, dass das Spiel erst seit dem 4. Februar zu haben ist, eine hohe Zahl.

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Spielst du schon Apex Legends oder ist die Veröffentlichung des neuen Battle Royale-Spiels total an dir vorbeigegangen? Was macht Apex Legends nach deiner Meinung besser als Fortnite, Blackout oder PUBG? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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