Final Fantasy XIV war ganz unten. Der ehemalige CEO von Square Enix erklärt nun den Machern von Fallout 76 und Diablo: Immortal, wie sie es geschafft haben, das gefloppte Game wieder ganz nach oben zu bringen und dass sich die beiden Spielehersteller ein Beispiel daran nehmen sollten.

 

Fallout 76

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Fallout 76

Diablo: Immortal und Fallout 76 haben sich in den letzten Wochen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das Segeltaschen-Disaster und die unglücklich gewählte Ankündigung von einem Diablo Handy-Game sind nur zwei der vielen Probleme der beiden Publisher Blizzard und Bethesda. Aus diesem Grund wendet sich nun der Ex-CEO von Square Enix, Mike Fischer, an die Macher der beiden Spiele. Sie sollen sich Final Fantasy XIV als Vorbild nehmen – zumindest, was die Fehlerbehebung betrifft. Denn bei diesem Game habe man einfach noch einmal komplett von vorn begonnen. Eine solch krasse Maßnahme sei manchmal nötig.

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PR und Marketing sind nicht schuld, der CEO muss ran

In einem Artikel auf venturebeat erklärt Fischer, dass es kein Problem in der PR-Abteilung oder dem Marketing gebe, sondern ein generelles Vertrauensproblem herrsche. Solche tiefgreifenden Missstände können auch nicht vom Marketing-Team behoben werden, da muss der CEO oder eine andere hohe Persönlichkeit der Firma selbst für einstehen. Denn Fischer stellt fest: „Wenn man sich auf Menschen [auf niedrigen Positionen] verlässt, kann dies wahrscheinlich mehr schaden als nützen.“

Es sei wichtig, auf die Fans zu hören und das nicht einfach nur dahin zu sagen, sondern wirklich umzusetzen. Eine ehrliche Entschuldigung und harte Arbeit, noch einmal von ganz vorn, werden laut Fischer helfen. Denn das sind die Dinge, die auch beim Final Fantasy Online-Game so gehandhabt wurden und schließlich zu eine Erfolgs-Game führten, das noch immer gespielt wird.

FFXIV fiel tief

2010 wurde das Online-Game Final Fantasy XIV veröffentlicht. Ein Spiel, das in den Kritiken regelrecht zerrissen wurde. Der Meta-Critic-Score lag lediglich bei 49. Andere Teile des Franchises schafften locker 80, sogar über 90. Es war klar, dass die Entwickler und der Publisher mit FFXIV so nicht weitermachen konnten. Also entschloss sich Square Enix zu einem großen Rundumschlag und änderte von Grund auf einige Dinge.

Die Maßnahmen zum Neustart

Zu diesen drastischen Maßnahmen, um das Spiel noch zu retten, zählte eine offizielle Entschuldigung an die Fans vom CEO von Square Enix aus Japan, eine Erweiterung der kostenfreien Probezeit, der Austausch des letzten Producers in Naomi Yoshida, interne Besprechungen und ein Blog, der die Fans über den aktuellen Stand informieren sollte. Einer der wichtigsten Faktoren war wohl das Kernteam, das sich erneut zusammengesetzt hat, um das Spiel von Grund auf neu hochzuziehen.

Findet einen Weg, um die ersten Kunden zu belohnen, die das Spiel im Vertrauen gekauft haben. Es kann sich um einzigartige Gegenstände im Spiel, Rabatte oder andere besondere Belohnungen oder Anerkennungen handeln (die Entscheidung, Ersatztaschen zu verschicken, ist ein guter Anfang). Lasst eure Fans auf eurer Seite sein – denkt dran, sie sind wütend, weil sie eure Spiele lieben und wollen, dass ihr Erfolg habt. Foren [bestehen nicht aus Gruppen] wütender Dorfbewohner mit Fackeln, sie sind treue Spieler“, so Fischer.

2013 war es dann soweit: Final Fantasy XIV: Realm Reborn wurde veröffentlicht und erhielt einen Meta-Score von 83 auf dem PC, sogar 86 auf der PlayStation und hat damit wieder zu der alten Stärke des Franchises zurückgefunden.

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Fallout 76 und Diablo: Immortal haben aufgrund unterschiedlicher Fehler die Gemüter der Fans erhitzt. Kleinere Updates und ein paar leere Worte werden daran nicht viel ändern können – eine drastische Änderung hingegen vielleicht schon. Das denkt zumindest Mike Fischer. Verrate uns in den Kommentaren, was du von seinen Vorschlägen hältst und ob du denkst, dass die Strategie von FFXIV auch bei den beiden Games funktionieren könnte.