Um den Kampf gegen die Cheat-Händler in Fortnite zu gewinnen, sieht sich Entwickler Epic Games dazu gezwungen, diese vor Gericht zu verklagen. Ein Fall sorgt derzeit für Erstaunen, da der Angeklagte nämlich noch zur Schule geht. Jetzt wird es zum Prozess kommen, nachdem die Mutter den kleineren Streit mit einem Brief zum Eskalieren gebracht hat.

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Update vom 19. Juli 2018:

Als Entwickler Epic Games den 14-jährigen Cheater wegen Cheaten anklagte, ging seine Mutter dazwischen und behauptete in einem Brief, dass ihr Sohn wegen seiner Minderjährigkeit keinen Richtlinien-Vertrag mit einem Spiel eingehen könne. Das Gericht hat laut Torrentfreak diesen Brief als Antrag auf Abweisung der Klage interpretiert und ihn nun abgelehnt.

Die Mutter hat nun 14 Tage Zeit, um auf die Ablehnung zu reagieren, sonst droht ihrem Sohn ein Versäumnisurteil. Es ist davon auszugehen, dass Epic Games trotz der Hindernisse den Jungen glimpflich davon kommen lassen wird, wie es auch bei anderen Fällen geschehen ist. Vermutlich hat die Mutter darauf gehofft, dass der Entwickler die Anklage fallen lassen wird, um einem schlechten Image aus dem Weg zu gehen, das er sich wegen eines Gerichtprozesses gegen einen Minderjährigen hätte einhandeln können. Aber so kam es nicht.

Auch von der Gamer-Community aus erhält der Cheater keine Unterstützung. Die Leute finden das Cheaten schlimmer als die Tatsache, dass er erst 14 ist.

Originalmeldung vom 30. April 2018:

Auf seinen beiden YouTube-Kanälen bewarb und vertrieb der 14-jährige Angeklagte seine selbsterstellten Cheats für Fortnite. Als Epic Games dies sah, ließ er die Videos sperren, wogegen der Angeklagte Beschwerde einlegte. Ihm zufolge verstoße Cheaten nicht gegen das Gesetz.

Der Entwickler klagte ihn daraufhin an, was - wie andere Fälle gezeigt haben - noch auf eine außergerichtliche Vereinbarung hätte hinauslaufen können. Hätte der Cheater ähnlich wie die anderen versprochen, nie wieder gegen die Richtlinien zu verstoßen, wäre er noch gut aus der Angelegenheit herausgekommen.

Aber die Mutter des 14-Jährigen legte dem Gericht einen verteidigenden Brief (via Torrentfreak) vor, um die Anklage zu entkräften, was den Rechtsstreit dann endgültig eskalieren ließ. Darin erklärte sie unter anderem, dass ihr Sohn zu jung sei, um einen Vertrag mit den Fortnite-Richtlinien zu schließen.

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Entwickler Epic Games reagierte (via Torrentfreak) dann auf den Brief folgendermaßen: „Ein Minderjähriger kann nicht Vorteile aus einem Vertrag ziehen und ihn dann kündigen, indem er sagt, er sei zu jung gewesen, um ihn zu schließen.

Dem Angeklagten droht jetzt im Zweifelsfall ein Schadensersatz-Urteil von bis zu 150.000 Dollar. Epic Games geht mit dieser Härte vor, um ein Exempel für alle anderen Cheater zu statuieren. Findest du das übertrieben oder berechtigt? Sag uns deine Meinung!