Hearthstone: Spezialistenformat nach Vorbild von Magic the Gathering

Alexander Gehlsdorf

Frischer Wind für Hearthstone-Turnierspieler. Das Conquest-Format verabschiedet sich und macht dafür dem Spezialistenformat Platz. Das orientiert sich wiederum stark an den Turnierregeln von Magic the Gathering.

Bisher traten Spieler zu großen Hearthstone-Turnieren mit jeweils drei unterschiedlichen Decks aus drei unterschiedlichen Klassen an. War eines dieser Decks siegreich, durfte es den Rest der Partie nicht mehr gespielt werden, stattdessen trat ein anderes der drei Decks an seine Stelle. Um ein Hearthstone-Turnier zu gewinnen, war es also nötig, gleich drei unterschiedliche Decks zu beherrschen. Das soll sich nach dem 25. April ändern.

An diesem Tag wird das sogenannte Conquest-Format ein letztes Mal im Rahmen der Hearthstone World Championship gespielt und danach durch das Spezialistenformat ersetzt. Statt drei Decks mit unterschiedlichen Klassen anzumelden, werden im Spezialistenformat drei Decks der selben Klasse angemeldet. Eines der Decks ist das Hauptdeck. Die anderen beiden sind Kopien dieses Decks, dürfen jedoch um bis zu fünf Karten abweichen.

Wie genau das aussehen kann, wird im offiziellen Video erklärt:

Hearthstone - Spezialistenformat.
  • Spieler reichen drei Decks derselben Klasse ein.
  • Spieler bestimmen ein Deck als Hauptdeck und die anderen zwei als zweites und drittes Deck.
  • Das zweite und dritte Deck dürfen sich durch höchstens fünf Karten vom Hauptdeck unterscheiden. Hierbei gelten zwei Kopien einer Karte in der Deckliste des Hauptdecks als zwei einzelne Karten.
  • Spieler müssen das erste Spiel jedes Matches mit ihrem Hauptdeck spielen.
  • Ab Beginn des zweiten Spiels und in allen weiteren Spielen können Spieler entweder weiter ihr Hauptdeck spielen oder auf ihr zweites oder drittes Deck wechseln.
  • Die Entscheidung über die Decks im zweiten und dritten Spiel wird zu Beginn jedes Spiels gleichzeitig und vor dem gegnerischen Spieler verborgen getroffen.
  • Alle Matches der Masters Qualifiers und der Qualifikationsturniere für den gewerteten Modus werden im Format Best-of-Three gespielt. Bei Events der Masters Tour werden alle Matches ebenfalls im Format Best-of-Three gespielt. Die einzige Ausnahme bildet das Finale, das im Format Best-of-Five ausgetragen wird.
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Spielern von Magic the Gathering dürfte dieses Prinzip bekannt vorkommen, denn in dem Sammelkartenspiel sind Turniere, in denen Spieler Zugriff auf ein Sideboard haben, mit dem sie ihr Deck für bestimmte Matchups spezialisieren können, bereits seit Jahren Gang und Gäbe. Umso ironischer, dass ausgerechnet MTG Arena mehr und mehr einen Best-of-One-Spielstil ohne Sideboards popularisiert.

Der Vorteil für Hearthstone-Spieler ist, dass es in Zukunft günstiger wird turnierfähige Decks zu bauen, da nur noch Staub für ein einziges Deck inklusive einiger Variationen benötigt wird. Andererseits birgt das Format natürlich auch die Gefahr, dass es zu einem weit weniger vielfältigen Metagame führt, da die Spieler nicht mehr gezwungen sind, mehrere Decks zu beherrschen

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